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WHO: Europa muss bei KI-Einsatz in Kliniken aufholen

Nur acht Prozent der Länder in der WHO-Region Europa haben eine KI-Strategie für das Gesundheitswesen, fast 40 Prozent keine ethischen Leitlinien dafür.
Nur acht Prozent der Länder in der WHO-Region Europa haben eine eigene KI-Strategie für das Gesundheitswesen, knapp 40 Prozent haben keine ethischen Leitlinien. Copyright  Copyright 2023 The Associated Press. All rights reserved
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Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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In Europas Kliniken kommen immer mehr KI-Systeme zum Einsatz. Nur wenige Staaten regeln sie bisher; das gefährdet Patienten, warnt der Europa-Chef der WHO.

Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz verändern die medizinische Versorgung grundlegend und machen einer überlasteten Belegschaft im Gesundheitswesen Hoffnung. KI unterstützt Gesundheitssysteme in ganz Europa, von der Diagnose bis zur Organisation der Abläufe. Doch die Technik ist oft schon da, die Regeln dafür fehlen jedoch in den meisten Ländern, warnte der Europachef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hans Henri P. Kluge.

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Diese Lücke zwischen Anwendung und politischer Steuerung ist derzeit die zentrale Herausforderung beim Einsatz von KI im Gesundheitswesen, sagte Kluge am 15. Juli auf einer Pressekonferenz in Lissabon.

Je länger diese Lücke besteht, desto höher werde der Preis für die Menschen, warnte er.

Ein verzerrter Algorithmus könne eine falsche Diagnose stellen, für einen echten Patienten, mit ganz realen Folgen, sagte Kluge.

Zwei Drittel der 53 Länder der WHO-Region Europa setzen bereits KI-gestützte Diagnostik ein, und die Hälfte nutzt Chatbots für die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten. Strategien dafür, wie KI gesteuert werden soll, gibt es aber nur in wenigen Staaten, nämlich in einer von zwölf Nationen.

Nur 8 % der Länder in der europäischen WHO-Region verfügen über eine eigene KI-Strategie für den Gesundheitsbereich. Fast 40 % haben keinerlei ethische Leitlinien für den Einsatz von KI in Kliniken und Praxen. Beim Thema Ausbildung bietet nur eine von fünf Nationen Lehrangebote zu KI für Studierende im Gesundheitswesen, und lediglich eine von vier schult Beschäftigte, wenn sie bereits im Beruf stehen.

Das sei ein „besorgniserregendes“ Bild, sagte Kluge. Die Folgen könnten die Gesundheit vieler Menschen beeinträchtigen. All dies untergrabe das Vertrauen der Bevölkerung in die Gesundheitssysteme insgesamt, warnte er.

Die WHO will 2028 einen Fahrplan zu Künstlicher Intelligenz und Gesundheit vorlegen.

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