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EU stellt fest: TikTok schützt Privatsphäre von Kinderkonten nicht vor Erwachsenen

ARCHIV - Blick auf das Logo der App TikTok in Tokio, Japan, am 28. September 2020.
ARCHIV: Logo der App TikTok in Tokio, Japan, am 28. September 2020. Copyright  Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved (AP Photo/Kiichiro Sato, File)
Copyright Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved (AP Photo/Kiichiro Sato, File)
Von Una Hajdari mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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TikTok sorgt in der EU für neue Probleme: Behörden in Brüssel stellen fest, dass die Privatsphäre-Einstellungen Kinderkonten für Erwachsene öffnen und Risiken schaffen.

Die Europäische Kommission erklärte am Freitag, TikTok schütze die Privatsphäre von Kindern auf seiner Plattform nicht ausreichend. Erwachsene konnten demnach Konten von Minderjährigen einsehen.

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Nach Angaben der Kommission setzt dieser Mangel Kinder Cybermobbing, unerwünschtem Kontakt und übergriffigem Verhalten aus.

Der Befund ist der jüngste Schritt in einer Reihe von Maßnahmen gegen große Tech-Konzerne. Brüssel gilt damit weltweit als treibende Kraft bei der Regulierung von Unternehmen wie Meta und Apple.

TikTok kann sich nun zu den Vorwürfen äußern und seine Sicht der Dinge darlegen.

Bleibt die Antwort des chinesischen Unternehmens aus Sicht der Kommission unzureichend, kann sie einen sogenannten Nichtkonformitätsbeschluss fassen. Dann droht eine Geldbuße von bis zu 6 % des gesamten Jahresumsatzes des Unternehmens.

Die Kommission prüft seit Februar 2024, ob TikTok die Vorgaben des Digital Services Act (DSA) einhält. Damals stufte sie das Unternehmen nach dem Gesetz als „Sehr große Online-Plattform“ ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Untersuchung zu belastenden Ergebnissen für TikTok geführt hat.

Im Februar stellte die Kommission fest, dass die Plattform eine weitere Bestimmung des DSA verletzte. Kritisiert wurde das „suchtartiges Design“ mit Funktionen wie Autoplay und endlosem Scrollen. Diese könnten nach Einschätzung der Behörde die körperliche und psychische Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer beeinträchtigen, insbesondere von Minderjährigen.

TikTok wies die Vorwürfe damals zurück und bezeichnete die Einschätzung der Kommission als „kategorisch falsch“.

Auch über den DSA hinaus steht TikTok unter Beobachtung.

Irlands Datenschutzkommission verhängte 2023 eine Geldstrafe von 345 Millionen Euro, weil das Unternehmen Konten für Kinder unter 13 zuließ und ihre Daten nicht ausreichend schützte.

Wegen der Übermittlung europäischer Nutzerdaten nach China belegte dieselbe Behörde TikTok zusätzlich mit einer Strafe von 530 Millionen Euro. Irlands High Court bestätigte diese Entscheidung in diesem Jahr.

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