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Sichere Brillen für Spaniens totale Sonnenfinsternis: hier gibt es sie gratis

Zuschauer tragen Spezialbrillen und beobachten, wie der Mond bei der ringförmigen Sonnenfinsternis, dem „Feuerring“, am 14. Oktober 2023 die Sonne verdeckt.
Zuschauer tragen Spezialbrillen, um zu beobachten, wie sich der Mond am Samstag, dem 14. Oktober 2023, bei der ringförmigen ‚Ring of Fire‘-Sonnenfinsternis vor die Sonne schiebt. Copyright  Eric Gay / AP
Copyright Eric Gay / AP
Von Javier Iniguez De Onzono
Zuerst veröffentlicht am
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Nur eine exakt zertifizierte Spezialfolie lässt nur 0,00032 % des sichtbaren Sonnenlichts durch und schützt Beobachter dieser Jahrhundertshow vor irreparablen Netzhautschäden.

Merken Sie sich diese Zahl schon jetzt für die Sonnenfinsternis, die die Iberische Halbinsel überqueren wird am kommenden 12. August. Mit diesem Datum im Kopf lässt sich die ISO-Nummer (die Norm der Internationalen Organisation für Normung) der Spezialbrillen, mit denen man dieses in diesem Jahrhundert einmalige Ereignis sicher beobachten kann, leicht merken: 12312-2015.

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Ohne diese Brillen schädigt ultraviolette Strahlung die Fotorezeptoren des Auges, also Zapfen und Stäbchen, und Infrarotstrahlung erzeugt zusätzliche Wärme direkt auf der Netzhaut. Dadurch kann sich eine solare Retinopathie entwickeln. Die Symptome treten oft erst verzögert auf. Sie reichen von verschwommenem Sehen über Flecken oder Skotome an der Stelle des schärfsten Sehens bis hin zu Metamorphopsie (einer verzerrten Wahrnehmung von Formen) und einer erhöhten Lichtempfindlichkeit, also Photophobie, die Kopfschmerzen auslösen kann.

Die totale Phase der Finsternis dauert auf ihrem Weg über Spanien an keinem Ort länger als eine Minute und 48 Sekunden. Wer näher an der Linie der Totalität steht, kann das Schauspiel ein paar Sekunden länger genießen. Nur in diesem kurzen Moment dürfen glückliche Beobachter ihre zertifizierten Schutzbrillen absetzen.

Die Norm ISO 12312-2 gilt nur für bestimmte Produkte, die für die direkte Beobachtung der Sonne bestimmt sind, also der sogenannten Fotosphäre, der leuchtenden Oberfläche der Sonne. Diese Filter stellen sicher, dass höchstens 0,00032 % des sichtbaren Sonnenlichts durchgelassen werden. Das Wissenschaftsministerium erklärt: „Man muss die Brille aufsetzen, bevor man zur Sonne schaut, dann nur wenige Sekunden hinsehen und den Blick wieder senken und die Beobachtung der Finsternis immer mit Pausen wiederholen.“ Man sollte die Brille erst abnehmen, wenn man nicht mehr zur Sonne blickt.

Die Norm gilt nur für Brillen ohne veränderbare Stärke oder Fokussierung. Sie erfasst nicht gewöhnliche Sonnenbrillen (ISO 12312-1), die Hunderte oder Tausende Male mehr Licht durchlassen, als für den direkten Blick in die Sonne sicher ist, und auch nicht Sonnenfilter, die für Geräte wie Teleskope oder Ferngläser entwickelt wurden. Sie gilt ebenso wenig für Sonnenfilter, die man vor die Öffnung von optischen Geräten wie Kameraobjektiven, Ferngläsern oder Teleskopen setzt.

Gefordert sind vor allem die Transmittanz, also das Verhältnis zwischen durchgelassenem und einfallendem Licht, in den ultravioletten, sichtbaren und infraroten Wellenlängen, die unsere Netzhaut erreichen, die Gleichmäßigkeit der Transmittanz und eine ausreichende Materialqualität. Die Wissenschaftliche und Beratende Kommission des Trío de Eclipses betont zudem, dass Brillen, die in der Europäischen Union verkauft werden, zusätzlich das CE-Zeichen tragen müssen.

Das Ministerium und die ONCE werden zwei Millionen zertifizierte Schutzbrillen kostenlos über Stände der Stiftung sowie Forschungszentren, Wissenschaftsmuseen und andere öffentliche Einrichtungen verteilen. Mehrere Autonome Gemeinschaften geben ebenfalls geprüfte Brillen an den eigens ausgewiesenen Orten aus, an denen das Himmelsereignis beobachtet werden kann. Hier finden Sie die Liste der Orte, an denen Sie die Brillen kostenlos erhalten (Quelle auf Spanisch).

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