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Galicien, Vestland, Normandie: Ruhige Regionen in Europa im Trend

Überfüllte Hotspots und die Sommerhitze durch den Klimawandel schrecken viele ab. Reisende suchen neue Ziele und ändern ihre Urlaubspläne.
Übermäßiger Tourismus belastet beliebte Reiseziele, und der Klimawandel heizt klassische Urlaubsregionen im Sommer auf. Deshalb suchen sich Reisende neue Orte. Copyright  Valeriano G
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Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am
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Überfüllung setzt beliebten Reisezielen zu, der Klimawandel heizt klassische Ferienorte im Sommer stark auf – viele Urlauber suchen derzeit neue Wege.

Europa-Reisende entdecken zunehmend unbekanntere Regionen und ruhigere Reisezeiten in der Nebensaison. Das zeigen neue Daten.

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Beliebte Ziele leiden immer stärker unter Overtourism, und der Klimawandel macht klassische Ferienregionen im Sommer oft unangenehm heiß. Viele Urlauber orientieren sich deshalb neu.

Eine Auswertung der Unternehmen Mabrian und Data Appeal zeigt: Fernreisende ziehen für ihren Europa-Trip verstärkt nördliche Regionen und naturnahe Erlebnisse vor.

Coolcations werden immer beliebter

Klassische Reiseziele bleiben aber begehrt. Regionen wie Latium und die Toskana in Italien, Andalusien in Spanien und Attika in Griechenland stehen 2025 fast für ein Drittel aller Übernachtungen ausländischer Gäste in Europa.

Doch die Regionen mit dem stärksten Nachfrageplus erzählen eine andere Geschichte.

Die Untersuchung verzeichnet eine wachsende Nachfrage nach nördlichen Regionen wie Süd-Finnland und der Region Vestland in Norwegen.

Beliebt sind zudem nördliche Landesteile klassischer Südländer, etwa Galicien in Spanien, Trentino-Südtirol in Italien sowie Normandie und Elsass in Frankreich.

Das spiegelt die wachsende Vorliebe für sogenannte „Coolcations“ wider. Steigende Temperaturen schrecken viele Urlauber von Reisezielen ab, die traditionell mit Sommerferien verbunden sind.

Ausländische Gäste suchen offenbar auch gezielt ruhigere Orte, wie der Aufschwung mittel- und osteuropäischer Regionen zeigt, darunter Gebiete in Kroatien und Polen. Gleichzeitig gewinnen weniger überlaufene Küstenziele in Griechenland, etwa die Ionischen Inseln, und in der Türkei, etwa die Marmara-Region, an Beliebtheit.

Mehr Interesse verzeichnen auch Reiseziele, die besonders stark für das europäische Kulturerbe stehen, etwa Zentralanatolien in der Türkei und der County Galway in Irland.

Laut den Forschenden haben all diese aufstrebenden Ziele ein wichtiges Merkmal gemeinsam: Kultur bleibt für Fernreisende zwar ein zentrales Motiv, doch Naturerlebnisse und Aktivurlaub geben bei der Wahl dieser Alternativen den Ausschlag.

Fernreisende weichen in die Nebensaison aus

Die Daten zeigen außerdem ein wachsendes gegenläufiges Muster bei der Reisezeit. Fernreisende meiden immer häufiger die klassischen Hochsaison-Monate – besonders den Juli und noch stärker den August – und weichen auf Randzeiten der Saison aus.

Auch das spricht für den Wunsch, Überfüllung und Sommerhitze zu entgehen.

„Diese Zahlen machen deutlich, welche Chancen sich sowohl für eine räumliche als auch für eine saisonale Entzerrung des Tourismus ergeben“, sagte ein Sprecher von Mabrian.

„Entscheidend ist, dass diese alternativen Reiseziele ein umfassendes Angebot an touristischen Produkten und Dienstleistungen bereithalten – einschließlich voll betriebsfähiger Unterkünfte, die auf die Wünsche und Bedürfnisse dieser Fernreisenden zugeschnitten sind.“

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