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Wegen hoher Kosten: Europa droht Rückgang bei Gästen aus Übersee

Steigende Kosten, neue Prioritäten und Vorsicht bei Fernreisen verändern, wer im Jahr 2026 nach Europa kommt.
Steigende Kosten, neue Prioritäten und eine vorsichtige Haltung zu Fernreisen verändern, wer 2026 nach Europa kommt. Copyright  Andreea Petruti
Copyright Andreea Petruti
Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am
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Steigende Preise, neue Prioritäten und Skepsis gegenüber Fernreisen verändern, welche Gäste 2026 überhaupt noch nach Europa kommen.

Europa muss im Jahr 2026 wohl mit weniger Gästen aus Übersee rechnen, legt eine neue Umfrage nahe.

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Gründe sind vor allem Sorgen um die Leistbarkeit, der Trend zu Reisen im eigenen Land oder in der Nähe sowie knappe Urlaubstage.

Vor allem junge Reisende sehen die hohen Kosten als zentrales Hindernis für einen Europa-Trip. Welche Pläne gibt es also, damit sich die nächste Generation von Entdeckerinnen und Entdeckern Europa trotzdem leisten kann?

Hohe Preise schrecken junge Reisende ab

Der Bericht „Long-Haul Travel Barometer 1/2026“ der European Travel Commission (ETC) und von Eurail zeichnet ein verhalteneres Bild für Fernreisen nach Europa aus sieben wichtigen Überseemärkten: Australien, Brasilien, Kanada, China, Japan, Südkorea und die Vereinigten Staaten.

Demnach ziehen zweiundvierzig Prozent der Befragten eine Europareise im Jahr 2026 in Betracht. Das sind drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Unter den Befragten, die gar keine Reise ins Ausland planen, gelten hohe Kosten mit zweiundfünfzig Prozent als wichtigster Hinderungsgrund, gefolgt von der wachsenden Vorliebe für Urlaub im eigenen Land.

Die Leistbarkeit bleibt mit dreiundvierzig Prozent das größte Hindernis für eine Reise nach Europa – besonders für jüngere Menschen zwischen achtzehn und vierunddreißig Jahren.

Auf der Habenseite steht die Sicherheit: Sie bleibt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil Europas. Mittlerweile ist sie das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Reiseziels in Europa; einundfünfzig Prozent der Befragten nannten sie – deutlich mehr als noch im Vorjahr.

Europa schneidet laut Bericht weltweit am besten ab, wenn es um alle Dimensionen von Sicherheit geht – von politischer Stabilität über persönliche Sicherheit bis hin zu Naturgefahren.

Europa für junge Reisende zugänglicher machen

„Die Leistbarkeit bereitet eindeutig Sorgen, vor allem jüngeren Reisenden. Es wäre alarmierend, wenn steigende Kosten dauerhafte Hürden für das Reisen schaffen würden“, sagt Eduardo Santander, Geschäftsführer der ETC, gegenüber Euronews Travel.

Er betont, dass Europas Stärke in seiner Vielfalt liegt: mit einem breiten Spektrum an Preisen, Verkehrsmitteln und Unterkunftsarten.

„Jüngere Reisende sind anpassungsfähig und achten stark auf Werte. Sie reagieren sensibler auf Preise, sind aber nach wie vor sehr reisemotiviert“, so Santander weiter. „Entscheidend ist, dass Europa weiterhin leicht zugängliche Wege zu bereichernden Reiseerlebnissen bietet.“

Um das zu erreichen, sollten sich Reiseziele nach Santanders Ansicht weniger auf sinkende Preise und stärker auf echten Mehrwert konzentrieren.

„Reisen außerhalb der Hauptsaison, ein besseres und bezahlbares Bahnangebot, mehr jugendorientierte Unterkünfte und der Ausbau von Angeboten jenseits der großen Hotspots können Europa deutlich zugänglicher machen“, sagt er.

Besonders junge Reisende wählen demnach eher Ziele, die zu ihren Werten passen – etwa Nachhaltigkeit, Inklusion und Gleichberechtigung – als konkrete Sehenswürdigkeiten oder spektakuläre Erlebnisse.

„Wichtig ist: Nachhaltigkeit und Leistbarkeit lassen sich verbinden. Längere Aufenthalte, langsameres Reisen und ein intensiverer Kontakt mit der lokalen Bevölkerung entlasten nicht nur überlaufene Ziele, sondern verbessern auch das Gesamterlebnis für junge Reisende“, sagt er.

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