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Reisetrend 2026: Diesen Sommer Europa beim Inselhüpfen entdecken

Touristen sonnen sich im Hafen von Hvar, Kroatien, auf diesem Foto vom Mai 2007 auf den Dalmatinischen Inseln.
Touristen sonnen sich im Hafen von Hvar, Kroatien, auf diesem Foto vom Mai 2007 auf den Dalmatinischen Inseln. Copyright  Sheila Norman-Culp / AP
Copyright Sheila Norman-Culp / AP
Von David Del Valle
Zuerst veröffentlicht am
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2026 etabliert sich "Inselhüpfen" – das Kombinieren mehrerer Inseln per Schiff oder Flug – als Toptrend im hochwertigen Erlebnistourismus. Wir zeigen die spannendsten Europa-Routen, mit denen sich der Kontinent entdecken lässt, ohne lange an einem Ort zu bleiben.

Im Gegensatz zu statischen Aufenthalten an nur einem Zielort bietet Inselhopping dynamische, maßgeschneiderte und naturnahe Reiserouten. Wenn eine Insel für Flucht steht, dann vervielfacht sich das Gefühl von Freiheit, wenn man mehrere Inseln in einer Reise verbindet.

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Nach Angaben des spanischen Reiseveranstalters Atlantida Travel, spezialisiert auf individuelle Reisen, wächst das Interesse an dieser Reiseform seit Jahren – und hat sich nach der Pandemie noch einmal deutlich beschleunigt. Der moderne Reisende sucht Freiraum, Privatsphäre und unmittelbaren Kontakt zur Natur, ohne dabei auf exzellenten Service verzichten zu müssen.

Die exklusivste Variante des Inselhoppings umfasst Transfers per Yacht oder privatem Katamaran, besondere Unterkünfte, Erlebnisse in geschützten Meeresgebieten oder private Abendessen an abgelegenen Stränden. Jede Etappe folgt dem Tempo der Reisenden und verbindet Erkundung und Entspannung – mit einem Hauch Raffinesse.

Doch jenseits von Luxus ist der Schlüssel die Bewegung. Inselhopping braucht Zeit. Es ist kein Wochenendtrip: Ideal sind 10 bis 15 Tage – das Minimum, um drei oder vier Inseln ohne Eile zu verbinden, ihre Kontraste aufzunehmen und zu verhindern, dass Transfers zu einem Wettlauf werden. Bei weiter entfernten Zielen kann sich das Erlebnis auch auf bis zu drei Wochen ausdehnen.

Griechenland und Kroatien: Europas Maßstäbe

In Europa führt Griechenland das Inselhopping-Ranking an. Besonders die Kykladen gelten als Klassiker: Inseln wie Santorin, Mykonos oder Paros verbinden kulturelles Erbe, Strände und eine lebendige Gastronomieszene. Entscheidend ist oft die Mischung: Wer bekannte Hotspots mit ruhigeren Inseln kombiniert, erlebt die Ägäis facettenreicher.

Auch Kroatien hat sich als Inselhopping-Ziel etabliert – nicht zuletzt durch seine starke Segelkultur. Routen entlang der Adria verbinden Inseln wie Hvar, Brač oder Korčula mit versteckten Buchten, historischen Städten und einem dichten Kulturangebot. So wird jede Überfahrt zum eigenen Reiseelement.

Spanien: Balearen und Kanaren

Spanien ist ebenfalls prädestiniert. Im Mittelmeer bieten die Balearen eine der bekanntesten Inselkombinationen Europas: Ibiza und Formentera. Gerade in der Saison sind beide Inseln eng miteinander verbunden und lassen sich als Doppeldestination gut spielen. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Route um Mallorca oder Menorca erweitern.

Im Atlantik eröffnen die Kanaren abwechslungsreiche, landschaftlich geprägte Routen. Kombinationen mehrerer Inseln verbinden vulkanische Formationen, dichte Wälder, dramatische Küsten und spektakuläre Sternenhimmel. Die relativ kurzen Distanzen begünstigen ein entspanntes Tempo – ideal für Aufenthalte um die zwei Wochen.

Italien, Frankreich und Portugal: Klassiker mit Profil

Italien punktet mit einer Route zwischen Sizilien und den Äolischen Inseln: Küstenstädte und Inselleben lassen sich hier mit Vulkanlandschaften und dunklen Stränden verbinden – eine Reise, die Natur und Kultur auf engem Raum kombiniert.

Auch Frankreich bietet Inselhopping-Potenzial – etwa mit der Kombination Korsika und Sardinien, die für zerklüftete Küsten, türkisfarbenes Wasser und mediterrane Landschaften stehen. Daneben gibt es an der Atlantikküste kleinere Inseln, die sich besonders für entschleunigte Aktivurlaube eignen.

Portugal wiederum stärkt seine Position mit den Azoren, die Naturerlebnisse und Outdoor-Aktivitäten in den Mittelpunkt stellen. Madeira lässt sich je nach Reiseprofil ebenfalls gut integrieren – für alle, die Wandern, Meer und üppige Vegetation verbinden möchten.

Schottland: Der wilde Norden

Weiter nördlich wird Inselhopping zur Naturreise in Reinform. Schottlands Inselwelten stehen für raue Küsten, weite Strände und eine fast mystische Atmosphäre. Hier sind längere Reisezeiten sinnvoll, und das wechselhafte Wetter macht eine sorgfältige Planung zum entscheidenden Faktor.

Für wen ist Inselhopping – und was kostet es?

Laut Atlantida Travel ist das Publikum vielfältig: Paare zwischen 30 und 45 Jahren, ältere Reisende mit hoher Kaufkraft und Mehrgenerationenfamilien. Der gemeinsame Nenner ist der Wunsch nach aktiven Reisen, die Erholung mit nautischen und kulturellen Erlebnissen kombinieren. "Es ist eine attraktive Formel für Reisende, die eine Entdeckermentalität haben und Bewegungsfreiheit schätzen", sagt Francesc Escánez, Direktor von Atlantida Travel.

Als grobe Orientierung nennt Atlantida Travel für Europa bei 10 bis 15 Tagen in Boutiquehotels häufig ein Budget von 3.000 bis 4.500 Euro pro Person. Premium-Versionen – etwa mit privaten Yachten im Mittelmeer – treiben die Kosten deutlich nach oben. Umso wichtiger ist die Planung: Verbindungen müssen stimmen, die Anzahl der Inseln sollte realistisch bleiben – drei bis vier gelten als ideal –, damit Transfers das Reisegefühl nicht überlagern.

Inselhopping lässt sich zudem saisonal flexibel spielen: Während in Europa vor allem Sommermonate dominieren, ermöglichen tropische Ziele wie die Malediven, die Seychellen, die Karibik oder Thailand Inselrouten auch im Herbst, Winter und Frühling. In einer Zeit, in der viele Reisende nach persönlichen, unvergesslichen Erfahrungen suchen, ist Inselhopping für sie eine reichere, komplexere Art zu reisen – und eine neue Möglichkeit, Inselwelten (wieder) zu entdecken.

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