Etihad und Qatar Airways lockern Vorgaben ihrer Vielfliegerprogramme und reagieren damit auf den Rückgang des weltweiten Flugverkehrs.
Der Iran-Krieg trifft den weltweiten Tourismus und die Luftfahrt massiv.
Nach Schätzungen verliert die Reise- und Tourismusbranche im Nahen Osten dadurch 515 Millionen Euro pro Tag. Zugleich treibt das eingeschränkte Ölangebot aus der Region die Kerosinpreise in die Höhe – für Passagiere bedeutet das teuerere Flugtickets.
Nun reagieren zwei große Golf-Airlines und lockern die Bedingungen ihrer Treueprogramme. Sie stellen sich damit auf sinkende Nachfrage ein – und womöglich auch auf langfristige Folgen des Krieges.
Etihad senkt Meilenanforderungen
Etihad hat in dieser Woche Änderungen an seinem Treueprogramm angekündigt. Alle Statusstufen für Mitglieder von Etihad Guest sinken um fünfundzwanzig Prozent. Kundinnen und Kunden können ihren aktuellen Status so mit weniger Meilen halten oder schneller in die nächste Stufe aufsteigen.
Die Fluggesellschaft bestätigte, dass Mitglieder sich dafür nicht registrieren oder sonst etwas unternehmen müssen.
Mitglieder behalten ihren Status, wenn sie die reduzierte Zahl an Statusmeilen innerhalb ihres bestehenden zwölfmonatigen Qualifikationszeitraums erreichen. Bis zum 31. März 2027 gelten die gesenkten Anforderungen auch für den Aufstieg in jede höhere Stufe.
„Die Änderung trägt dem Umstand Rechnung, dass viele Mitglieder in den vergangenen Wochen Reisepläne ändern oder streichen mussten, und sie bietet mehr Flexibilität für alle, die an ihrem Status festhalten oder diesen verbessern möchten“, erklärte Etihad in einer Mitteilung.
Qatar Airways verlängert Status von Mitgliedern
Qatar Airways hat zudem seine Privilege-Club-Mitglieder per E-Mail direkt über Anpassungen am Treueprogramm informiert.
Die Airline teilte mit, sie „verlängere den Status aller Mitglieder, deren Verlängerung in diesen Zeitraum fällt und die davon betroffen sein könnten, sodass sie ihre gewohnten Vorteile weiter nutzen können“.
Zugleich kündigte sie an, berechtigte Mitglieder in den kommenden Tagen per E-Mail mit weiteren Details zu kontaktieren.
Die in Doha ansässige Fluggesellschaft erklärte außerdem, sie arbeite daran, alle offenen Buchungen, Erstattungsanträge und Beschwerden abzuarbeiten.