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Hitzewelle in Europa: Eiffelturm schließt früher, Attraktionen dicht

Eine Frau schützt sich vor der Sonne und geht nahe dem Eiffelturm in Paris spazieren.
Eine Frau schützt sich vor der Sonne und geht in der Nähe des Eiffelturms in Paris spazieren. Copyright  AP Photo/Christophe Ena
Copyright AP Photo/Christophe Ena
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Von Eiffelturm und Louvre bis zur Wachablösung am Buckingham-Palast: Die Hitze zwingt Europas Sehenswürdigkeiten zu Schließungen, kürzeren Öffnungszeiten und abgesagten Veranstaltungen.

Eine frühsommerliche Hitzewelle setzt Europas großen Touristenmagneten zunehmend zu. Sehenswürdigkeiten, Museen und Open-Air-Veranstaltungen schließen, verkürzen ihre Öffnungszeiten oder sagen Programmpunkte ab, weil die Temperaturen immer weiter steigen.

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Vom Eiffelturm und dem Louvre in Paris bis zur Wachablösung am Buckingham-Palast in London ergreifen Behörden Vorsichtsmaßnahmen. Sie wollen Besucherinnen und Besucher, Personal und Mitwirkende schützen, während sich die Rekordhitze über Europa ausbreitet.

Paris: Stadt sperrt einige ihrer bekanntesten Sehenswürdigkeiten

Frankreich erlebt derzeit eine schwere Hitzewelle, die seit vergangener Woche anhält.

Am Dienstag verzeichnete das Land den heißesten Junitag seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Mittel lag die Temperatur bei 29,8 Grad, stellenweise kletterte sie auf über 40 Grad.

In Paris haben die Behörden Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ergriffen und mehrere große Attraktionen vorübergehend geschlossen.

Der Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt, schließt von Mittwoch bis Samstag jeweils zwei Stunden früher, bereits um 16 Uhr.

Auch der Eiffelturm hat am Dienstag früher geschlossen. Wegen der Hitze bleibt er am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils ab 16 Uhr zu; letzter Einlass ist um 12.15 Uhr.

Besucherinnen und Besucher beider Attraktionen erhalten ihr Geld zurück. Sollten die Temperaturen weiter steigen, könnten die Öffnungszeiten noch stärker eingeschränkt werden.

Auch der Arc de Triomphe öffnet nur noch verkürzt. Ausstellungen im Palais de Tokyo bleiben geschlossen, und im Disneyland Paris hat die Leitung mehrere Außenbereiche gesperrt.

London: Stadt streicht beliebte Attraktionen

Die traditionellen Zeremonien der Wachablösung am Buckingham-Palast in London und am Windsor Castle gehören für viele Großbritannien-Touristen zum Pflichtprogramm, doch am Mittwoch und Donnerstag fallen sie aus.

In der britischen Hauptstadt sollen die Temperaturen bis zu 39 Grad erreichen. Die Organisatoren sagen die Paraden ab, um Soldaten, Pferde und Zuschauerinnen und Zuschauer zu schützen.

Auch das beliebte V&A-Museum hat wegen der extremen Hitze mehrere Galerien in den oberen Stockwerken und einzelne Ausstellungen an seinen Standorten vorübergehend geschlossen. Die betroffenen Bereiche bleiben den Angaben zufolge bis Freitag zu.

In Großbritannien und Frankreich trifft die Hitze nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch den Verkehr.

Network Rail, Betreiber des britischen Schienennetzes, warnte vor „erheblichen Beeinträchtigungen“ in England und Wales. Das Unternehmen senkt die Geschwindigkeiten, um Schäden durch Hitze zu vermeiden, etwa verbogene Gleise oder durchhängende Oberleitungen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press teilte Eurostar, die Bahnverbindung durch den Ärmelkanal zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland, mit, dass sie am Mittwoch und Donnerstag vier Züge zwischen London und Paris „aufgrund der erwarteten Wetterbedingungen“ gestrichen hat.

Große Teile Europas kämpfen mit der Hitze

Im Laufe der Woche soll sich die Hitzewelle auf weitere Teile Westeuropas ausdehnen. Warnungen gelten bereits für die Niederlande, Belgien und Deutschland, wo die Temperaturen am Freitag und am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen dürften.

Ab Mittwoch gelten zudem schwere Hitzewarnungen unter anderem für Polen, Kroatien und Ungarn.

Weiter südlich, in Mittelmeerländern wie Griechenland, Italien und Spanien, setzen die Behörden bei extremer Hitze häufig spezielle Protokolle in Kraft. Sie beschränken dann den Zugang zu ungeschützten historischen Stätten.

Im vergangenen Juli musste die stets gut besuchte Akropolis in Athen vorübergehend schließen, als das Thermometer 42 Grad anzeigte.

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