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Im September mit Schnell-Segelboot von England nach Frankreich

Eine Woche lang verbinden Testüberfahrten im Ärmelkanal Shoreham-by-Sea in West Sussex mit Fécamp in der Normandie.
Eine Woche lang verbinden Testüberfahrten im Ärmelkanal Shoreham-by-Sea in West Sussex mit Fécamp in der Normandie. Copyright  James Dunn, Wetwheels Dover
Copyright James Dunn, Wetwheels Dover
Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am
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Eine Woche lang erproben Fähren neue Ärmelkanal-Verbindungen zwischen Shoreham-by-Sea in West Sussex und Fécamp in der Normandie.

Der Ärmelkanal gehört zu den am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt – und zu den klimaschädlichsten. Doch ein Unternehmen erprobt jetzt Passagierfähren zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich, die deutlich umweltfreundlicher sind: Sie fahren fast ausschließlich mit Windkraft.

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SailLink betreibt derzeit eine segelbetriebene Fähre zwischen Dover und Boulogne-sur-Mer. Jetzt startet das Unternehmen eine einwöchige Testverbindung zwischen Shoreham-by-Sea in West Sussex und Fécamp in der Normandie. Verläuft der Probelauf erfolgreich, könnte daraus eine dauerhafte zweite Route werden.

Mit den üblichen Autofähren hat die Überfahrt wenig gemein. Statt Duty-free-Shops und austauschbarer Kabinen erwarten die Passagiere offene Decks, Wind im Gesicht, Salzspray und der Blick auf die White Cliffs of Dover. So buchen Sie Ihr eigenes Erlebnis an Bord.

Grünere Fährverbindung über den Ärmelkanal

Das Schiff von SailLink ist ein 18-Meter-Segelkatamaran. An Bord steht Skipper Michel Desjoyeaux am Ruder, zweifacher Gewinner der Vendée Globe, einer der härtesten Solo-Regatten der Welt. Neben ihm segelt SailLink-Gründer Andrew Simons.

Der Katamaran besteht aus recycelten Teilen ehemaliger Hochseerennboote, darunter Mast und Ruder von Desjoyeaux’ früherer IMOCA-60-Rennyacht.

Der Katamaran bietet pro Überfahrt Platz für bis zu zwölf Passagiere und acht Fahrräder. 
Der Katamaran bietet pro Überfahrt Platz für bis zu zwölf Passagiere und acht Fahrräder.  Toby Savage

Er ist konsequent auf Tempo ausgelegt: ein 23-Meter-Mast, 165 Quadratmeter Segelfläche. Gleichzeitig bietet das Cockpit genug Raum, um Fußpassagiere bequem unterzubringen.

SailLink, das sich selbst finanziert, hat im vergangenen Jahr 465 Passagiere und 135 Fahrräder auf der Strecke Dover–Boulogne befördert. Rund 70 Prozent der Überfahrten fanden ausschließlich unter Segeln statt; die Motoren sprangen nur an, wenn der Wind nachließ oder in den Häfen.

So buchen Sie einen Platz an Bord

Die Testfahrten verbinden Shoreham-by-Sea und Fécamp – zwei Yachthäfen im Stadtzentrum statt großer Fährterminals. Sie finden vom 8. bis 13. September 2026 statt, die Fahrten wechseln jeweils die Richtung.

Der Katamaran bietet pro Überfahrt Platz für bis zu zwölf Passagiere und acht Fahrräder.

Vor allem Radtouristinnen und -touristen sind angesprochen. Die Route knüpft direkt an den National Cycle Route 2 und den Downs Link in England sowie an La Vélomaritime (EuroVelo 4) und den Küstenwanderweg GR21 entlang der Alabasterküste in Frankreich an.

Der Fahrplan steht noch nicht endgültig fest. Die Überfahrt soll jedoch, je nach Wetterlage, etwa acht Stunden dauern. Die Passkontrolle erfolgt in beiden Häfen direkt an der Pier.

Die einfache Fahrt kostet 220 Pfund (256 €), Hin- und Rückfahrt 440 Pfund (513 €). Für Fahrräder fällt ein Zuschlag von 10 Pfund (12 €) an. Tickets gibt es über die Website von SailLink (Quelle auf Englisch).

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