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Nicht Venedig und Amsterdam: Europas alternative Kanalstädte ohne Menschenmassen

Massentourismus in Venedig und Amsterdam: Unser Guide zu weniger besuchten Wasserstädten in Europa.
Jenseits von Venedig und Amsterdam: Diese unterschätzten Städte Europas setzen auf ihre Wasserwege. Copyright  Lulu Black
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Von Rebecca Ann Hughes & James March
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Venedig und Amsterdam ächzen unter Overtourism; unser Guide zeigt europäische Wasserstädte abseits der Massen.

Venedig hat 2024 an Spitzentagen eine Eintrittsgebühr für Tagesgäste eingeführt. Derzeit beträgt sie fünf bis zehn Euro, doch es gibt Forderungen, sie auf 50 Euro zu erhöhen.

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Auch Amsterdam ächzt unter den vielen Besuchern. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren mehrere Kampagnen gestartet, um das Verhalten der Gäste zu verbessern. Die Besucherzahlen steigen jedoch weiter, deshalb haben Einwohner die Stadt im vergangenen Jahr verklagt.

Wer Overtourism vermeiden und selbst entspannter reisen möchte, sollte Europas weniger bekannte, aber genauso malerische Kanäle-Städte ins Auge fassen.

Industrieschönheit in Hamburg erleben

Hamburg verfügt über mehr Kanäle als Amsterdam und Venedig zusammen. Trotzdem landet die Stadt selten ganz oben auf romantischen Europa-Routen.

Als drittgrößter Hafen Europas nach Rotterdam und Antwerpen hat die Stadt ihre Wasserwege lange vor allem praktisch genutzt.

Die industrielle Schönheit der Kanäle des modernen Hamburg.
Die industrielle Schönheit der Kanäle des modernen Hamburg. Christian Lue

Die Kanäle des heutigen Hamburg besitzen einen rauen Industriecharme. Besonders deutlich wird er in der historischen Speicherstadt, die heute zum UNESCO-Welterbe gehört.

Im Zweiten Weltkrieg wurde etwa die Hälfte der Lagerhäuser zerstört. Ihre Pracht ist dennoch bis heute spürbar. Ein Spaziergang oder eine Bootstour gehört hier zum Pflichtprogramm.

Stockholms Wasserwege zu Fuß erkunden

Die schwedische Hauptstadt liegt auf einem Archipel aus vierzehn Inseln. Kanäle und Flüsse durchziehen die Stadt, mehr als 50 Brücken verbinden sie miteinander. Ursprünglich trug Stockholms Altstadt den Namen „Die Stadt zwischen den Brücken“ – Staden Mellan Broarna.

Die schwedische Hauptstadt liegt auf einem Archipel aus vierzehn Inseln und ist von Kanälen durchzogen.
Die schwedische Hauptstadt liegt auf einem Archipel aus vierzehn Inseln und ist von Kanälen durchzogen. Margo Evardson

Obwohl er mitten im Zentrum liegt, gehört der Djurgårdsbrunnskanalen zu den ruhigsten und stimmungsvollsten Wasserwegen.

Er erstreckt sich über fünf Kilometer zwischen dem attraktionenreichen Djurgården und dem Festland. Sein geschwungener, von Bäumen gesäumter Uferweg zählt zu Stockholms beliebtesten Spazierstrecken.

Birmingham: Drinks an den Kanälen

Birmingham in Großbritannien verfügt ebenfalls über mehr Kilometer an Kanälen als Venedig. Seit ihrer industriellen Blütezeit haben sich diese Wasserwege stark gewandelt.

Birmingham in Großbritannien verfügt ebenfalls über mehr Kilometer an Kanälen als Venedig.
Birmingham in Großbritannien verfügt ebenfalls über mehr Kilometer an Kanälen als Venedig. Gabriel McCallin

Mehr als 160 Kilometer Kanäle sind noch schiffbar. Rund um das belebte Gas Street Basin zeigen Bars und Cafés die Wasserwege von ihrer lebhaftesten Seite, während der sanft geschwungene Treidelpfad hinunter zur University of Birmingham einen fast ländlichen Kontrast zum Lärm der Innenstadt bietet.

Kopenhagen per Boot entdecken

Mit dem Hafenviertel Nyhavn aus dem 17. Jahrhundert im Zentrum zählt Kopenhagen zu Europas schönsten Städten für eine Kanalfahrt.

Nyhavn ist berühmt für seine bunt gestrichenen Giebelhäuser und die alten Holzschiffe. Im Sommer lädt die Promenade zum Bummeln ein oder zu einer Bootstour.

Kopenhagen zählt zu Europas schönsten Städten für eine Kanalfahrt. 
Kopenhagen zählt zu Europas schönsten Städten für eine Kanalfahrt.  Ava Coploff

Heute wirkt Nyhavn elegant. In seinen frühen Jahren um 1670 galt das Viertel jedoch als verruchter Treffpunkt für Seeleute, die Alkohol und Prostituierte suchten.

Im 19. Jahrhundert lebte hier Hans Christian Andersen. 1980 wurde Nyhavn zur Fußgängerzone und entwickelte sich danach zu einem touristischen Hotspot.

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