Das Yoga-Studio ist nur spärlich ausgeleuchtet.

Ein Moment des inneren Friedens: Yoga-Lehrerin in Kiew gibt Unterricht trotz Stromausfall

Die Yoga-Lehrerin Galina Tkachuk gibt in Kiew trotz der Stromausfälle weiter Yoga-Stunden. „Auf eine gewisse Art und Weise ist es unser Beitrag zum Widerstand, dafür zu sorgen, dass das Leben weiter seinen natürlichen Gang geht“, sagt sie.

Die Yoga-Lehrerin Galina Tkachuk gibt in Kiew trotz der Stromausfälle weiter Yoga-Stunden. „Auf eine gewisse Art und Weise ist es unser Beitrag zum Widerstand, dafür zu sorgen, dass das Leben weiter seinen natürlichen Gang geht“, sagt sie.

Die Stunden sind an die besonderen Umstände angepasst. Da neben dem Strom auch die Heizung ausgefallen ist, tragen die Teilnehmerinnen des Abendkurses dicke Socken und Pullover über ihrer üblichen Yoga-Kleidung. Tkachuk beginnt die Stunde mit einer Schnellatem-Übung namens Kapalabhati, um die Körper der Teilnehmerinnen so schnell wie möglich aufzuheizen. Und vor der finalen Ruhepose, die Shavasana heißt, wickelt die Lehrerin ihre Schülerinnen in dicke Decken ein, damit sie nicht zittern.

Tkachuk hat das Gefühl ,dass es ihr gelingt, den Teilnehmerinnen für einen kurzen Moment eine Pause von all den Anstrengungen des Krieges in der Ukraine zu verschaffen. „Jeder sucht nach einem Weg, zu überleben und nicht verrückt zu werden, da ist Yoga eine gute Option“, sagt sie. „Es lenkt von verschiedensten negativen Gedanken ab. Du denkst über nichts als inneren Frieden und Positivität nach“, fügt eine Teilnehmerin hinzu.