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Eurozone schließt 2025 mit überraschendem Handelsüberschuss von 12,6 Mrd. Euro ab

ARCHIV - Die Sonne spiegelt sich im Logo der Europäischen Zentralbank vor deren Sitz in Frankfurt am Main in der Mitte Deutschlands am sechsten August zweitausendneun.
Archivbild: Die Sonne spiegelt sich im Logo der Europäischen Zentralbank vor ihrer Zentrale in Frankfurt am Main am sechsten August zweitausendneun. Copyright  (AP Photo/Daniel Roland,file)
Copyright (AP Photo/Daniel Roland,file)
Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Dank kräftig wachsender Exporte konnte der Block seinen deutlichen jährlichen Handelsüberschuss halten, obwohl der Saldo im Dezember auf zwölf Komma sechs Milliarden Euro schrumpfte.

Die Eurozone hat das Jahr 2025 mit einem soliden Handelsüberschuss abgeschlossen. Die Ausfuhren legten weiter zu, obwohl einige Schlüsselbranchen weniger einnahmen, wie neue Zahlen von Eurostat zeigen.

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Im Dezember 2025 verzeichnete der Währungsraum im Warenhandel mit Drittstaaten einen Überschuss von zwölf Komma sechs Milliarden Euro. Zum Jahresende zeigte sich damit die Widerstandskraft der europäischen Exportwirtschaft.

Eurostat erklärte: "Die ersten Schätzungen der Leistungsbilanz der Eurozone weisen für Dezember 2025 einen Überschuss im Warenhandel mit dem Rest der Welt von zwölf Komma sechs Milliarden Euro aus, nach 13,9 Milliarden Euro im Dezember 2024."

Die Ausfuhren der Eurozone lagen im Dezember bei 234 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von drei Komma vier Prozent gegenüber 226,3 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Die Einfuhren stiegen um vier Komma zwei Prozent auf 221,3 Milliarden Euro. Der Überschuss blieb damit komfortabel, auch wenn er gegenüber dem Vorjahresmonat etwas schrumpfte.

Jahresüberschuss bleibt über 160 Milliarden Euro

Im Gesamtjahr 2025 behauptete die Eurozone ihre starke Position gegenüber dem Ausland.

Von Januar bis Dezember 2025 erzielte der Währungsraum einen Handelsüberschuss von 164,6 Milliarden Euro. Das liegt nur knapp unter den 168,9 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2024.

Die Ausfuhren im Gesamtjahr stiegen auf 2 937,9 Milliarden Euro, ein Plus von zwei Komma vier Prozent im Vergleich zu 2024. Die Einfuhren nahmen um zwei Komma sieben Prozent auf 2 773,3 Milliarden Euro zu. Auch der Handel innerhalb der Eurozone wuchs: Der innergemeinschaftliche Austausch erreichte 2 627,6 Milliarden Euro, ein Zuwachs von zwei Komma null Prozent im Jahresvergleich.

Saisonbereinigte Daten zeigen zum Jahresende eine leichte Verbesserung. Nach Angaben von Eurostat erhöhten sich im Dezember 2025 gegenüber November 2025 die saisonbereinigten Ausfuhren der Eurozone um ein Komma eins Prozent, die Einfuhren legten um null Komma sechs Prozent zu.

Dadurch stieg der saisonbereinigte Überschuss auf elf Komma sechs Milliarden Euro, nach zehn Komma zwei Milliarden Euro im November.

Verschiebungen zwischen Branchen verändern die Bilanz

Hinter den Zahlen steht eine veränderte Zusammensetzung des Überschusses. Der Gesamtüberschuss fiel im Vergleich zu Dezember 2024 vor allem deshalb geringer aus, weil einige traditionelle industrielle Kernsektoren der Eurozone schwächere Salden meldeten.

Eurostat teilte mit: "Diese Entwicklung lässt sich auf gesunkene Überschüsse in mehreren Bereichen zurückführen, insbesondere in der Chemie und verwandten Produkten, wo der Saldo von 20,2 Milliarden Euro im Dezember 2024 auf 16,5 Milliarden Euro im Dezember 2025 zurückging."

Zudem verringerte sich der Überschuss in den Sparten Maschinen und Fahrzeuge, sonstige Industriegüter sowie Rohstoffe.

Ein Lichtblick kommt aus dem Energiesektor. Eurostat hob hervor: "Der Energiesektor verzeichnete eine Verbesserung, das Defizit verringerte sich von minus 24,5 Milliarden Euro im Dezember 2024 auf minus 19,1 Milliarden Euro im Dezember 2025."

Auch EU-weit ein positives Bild

Für die gesamte Europäische Union zeigt sich ein ähnliches Muster. Die EU erzielte im Dezember 2025 einen Überschuss von zwölf Komma neun Milliarden Euro, nach 14,2 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.

Die Ausfuhren in Drittländer stiegen im Dezember auf 214,8 Milliarden Euro, ein Plus von zwei Komma zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einfuhren nahmen um drei Komma null Prozent auf 201,9 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr erreichte der EU-Handelsüberschuss 133,5 Milliarden Euro, nach 140,6 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Trotz der leichten Einbußen deutet die Statistik auf eine insgesamt stabile Handelsentwicklung hin. Die Ausfuhren legten noch im letzten Monat des Jahres zu, und der Staatenverbund behauptete einen deutlichen Überschuss gegenüber dem Ausland.

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