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EU-Parlament prüft Einladung für iranischen Exilprinzen Reza Pahlavi

Reza Pahlavi ist der älteste Sohn von Mohammad Reza Pahlavi, dem letzten Schah von Iran.
Reza Pahlavi ist der älteste Sohn von Mohammad Reza Pahlavi, dem letzten Schah von Iran. Copyright  Copyright 2026 Associated Press. All rights reserved
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Von Vincenzo Genovese
Zuerst veröffentlicht am
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Auf einer vorläufigen Liste von Oppositionellen, die ins EU-Parlament eingeladen werden sollen, steht auch der Sohn des letzten Schahs, der von einigen Abgeordneten der rechten ECR-Fraktion unterstützt wird.

Reza Pahlavi, der Sohn des letzten iranischen Schahs und eine der prominentesten Figuren der Opposition gegen das Regime in Teheran, könnte bald vor Mitgliedern des Europäischen Parlaments sprechen.

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Sein Name steht auf einer vorläufigen Liste, die vom Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten erstellt wurde. Ziel ist es, einen Meinungsaustausch über die aktuelle Lage im Iran zu organisieren. Die Liste, die Euronews vorliegt, soll am Mittwochnachmittag bestätigt werden.

Insgesamt umfasst sie sieben Personen, darunter die Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi sowie Vertreter weiterer Parteien und Organisationen, die sich gegen die Islamische Republik Iran stellen – darunter die 7-Aban-Front, die Demokratische Partei von Iranisch-Kurdistan und die kommunistische Tudeh-Partei. Ein Platz soll symbolisch frei bleiben, um jene Oppositionsführer im Iran zu repräsentieren, die nicht an dem Gespräch teilnehmen können.

Wie Euronews aus Parlamentskreisen erfuhr, soll durch die Zusammensetzung der Liste vermieden werden, Pahlavi als alleinigen oder bevorzugten Ansprechpartner der Opposition hervorzuheben. Zwar besteht im Europäischen Parlament seit Jahren Interesse an einem Austausch mit dem Sohn des Schahs, zugleich herrscht jedoch Zurückhaltung. In Brüssel ist man sich bewusst, dass die iranische Bevölkerung ihre politischen Führungspersönlichkeiten selbst bestimmen sollte und es nicht Aufgabe der Europäischen Union ist, einzelne Kandidaten zu fördern.

Pahlavi ist der älteste Sohn von Mohammad Reza Pahlavi, dem letzten Schah des Iran, dessen Dynastie durch die Islamische Revolution von 1979 gestürzt wurde. Als erster in der Erbfolge gilt er als symbolischer Thronfolger.

International ist der Kronprinz wohl die bekannteste iranische Oppositionsfigur und verfügt über gute Kontakte zur Trump-Regierung. Er setzt sich nach eigenen Angaben für einen demokratischen Wandel im Iran ein und präsentiert sich als künftiger Vertreter eines "freien Iran" – mit einer Regierung, die auf der Trennung von Religion und Staat basiert, rechtsstaatlichen Prinzipien folgt und ethnische wie religiöse Diskriminierung ablehnt.

Unter Teilen der iranischen Diaspora genießt er Unterstützung. Bei zahlreichen Kundgebungen in Brüssel in den vergangenen Monaten war sein Porträt zu sehen.

Bereits 2023 besuchte Pahlavi das Europäische Parlament, wo er von zwei rechtsgerichteten Abgeordneten empfangen wurde: dem Schweden Charlie Weimers und dem Tschechen Tomáš Zdechovský.

Mehrere Mitglieder der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten hatten kürzlich gefordert, ihn zu einer Plenarsitzung des Parlaments einzuladen. Der Vorstoß fand jedoch keine Mehrheit.

Die nächste Plenartagung ist für kommende Woche in Straßburg angesetzt. Wie Euronews aus Parlamentskreisen erfährt, gilt es jedoch als unwahrscheinlich, dass Pahlavi dort auftreten wird.

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