Die Gemeinde Chacao im Osten von Caracas hat zwei Roboterhunde namens Turbo und Voltio vorgestellt. Sie gehören zu einem neuen Sicherheitsprogramm, das im März zweitausendsechsundzwanzig gestartet wurde. Die KI-gesteuerten Geräte stellte Bürgermeister Gustavo Duque vor. Sie sollen Plätze und andere öffentliche Bereiche patrouillieren, vor allem nachts, und mit hochauflösenden Kameras sowie Bewegungssensoren Live-Bilder an die kommunale Einsatzzentrale senden.
Nach Angaben der Verantwortlichen sollen die Roboter verdächtige Bewegungen erfassen, Nummernschilder überwachen und die Einsatzkräfte bei Routinepatrouillen unterstützen. Sie sind nicht dazu gedacht, Polizistinnen und Polizisten oder herkömmliche Spürhunde zu ersetzen.
Der Schritt gilt als wichtig, denn Chacao, einer der wohlhabendsten Bezirke der Hauptstadt, positioniert sich damit als Testfeld für „Smart-City“-Polizei in Lateinamerika. Chacao ist eine von fünf Gemeinden, aus denen Caracas besteht, und beherbergt wichtige Finanzzentren, Hotels und Einkaufszentren.
Die lokalen Behörden sprechen von einem regionalen Novum. Der Einsatz steht für einen breiteren Trend, sichtbare Polizeipräsenz mit Überwachungstechnik zu verbinden – in städtischen Räumen, in denen Sicherheit weiterhin ein politisches und öffentliches Anliegen bleibt.