Bei der Uhrenmesse Watches and Wonders in der Schweiz rücken weltbekannte Schauspieler und Sportstars als Markenbotschafter ins Rampenlicht, um dem Luxussektor neuen Schwung zu geben.
Fans, Sammlerinnen und Sammler sowie Hersteller von Luxusuhren und edlen Zeitmessern treffen sich diese Woche in Genf zur jährlichen Branchenschau Watches and Wonders.
Wer dabei Tausende Menschen vor Augen hat, die konzentriert neueste Kollektionen und Vintage-Modelle begutachten, liegt nicht ganz falsch.
Rund 60.000 Besucherinnen und Besucher werden im Messezentrum Palexpo erwartet. Die große Mehrheit kommt aus der Branche: Manager, Händlerinnen, Journalistinnen und Journalisten, Influencer und leidenschaftliche Uhrenfans. Die breite Öffentlichkeit darf an diesem Wochenende an den letzten drei Messetagen hinein.
Spektakulärer sind jedoch die Auftritte prominenter Gäste, kreischende Fans, aufwendig gestaltete Messestände und vor allem die herausragende Handwerkskunst.
Unter den Stars der ersten Messetage: der US-Musiker und Schauspieler Usher, der britische Formel-1-Pilot George Russell, die chinesisch-US-amerikanische Freestyle-Skifahrerin und das Model Eileen Gu, Jamaikas achtmaliger Olympiasieger Usain Bolt und Italiens Weltranglistenerster im Herrentennis, Jannik Sinner.
Eine der größten Menschentrauben bildete sich zum Auftakt, um einen Blick auf den US-Schauspieler und Rennfahrer Patrick Dempsey zu erhaschen.
Er erzählte, wie seine Rolle als Markenbotschafter von TAG Heuer begann, als er Geld brauchte, um seine Rennkarriere fortzusetzen, und wie sich daraus eine perfekte Partnerschaft entwickelt hat.
„Das Geld hat mir damals den Start in Le Mans ermöglicht. Auf diese natürliche, authentische Weise Teil dieses Rennsport-Erbes zu sein, bedeutet mir sehr viel. Und nach so vielen Jahren noch immer mit TAG Heuer zusammenzuarbeiten, ist für mich eine große Ehre.“
Trotz Glamour und Blitzlichtgewitter steckt die Branche spürbar im Gegenwind. Die Inflation drückt, US-Zölle treiben die Produktionskosten nach oben, in einigen Schlüsselregionen geht die Nachfrage zurück.
Uhrenanalystin Ming Liu betont, wie wichtig globale Persönlichkeiten für die Selbstdarstellung und den Verkauf der Marken geworden sind.
„Das sind globale Namen. Früher setzten die Marken eher auf regionale Prominente, die bestimmte Märkte ansprechen sollten. In der heutigen Medienwelt ist es fantastisch, dass hier so große Stars auftreten. Sie sorgen für Atmosphäre auf der Messe und helfen, eine Marke auf die Landkarte zu setzen. Und sie liefern den Unternehmen immer wieder neue Geschichten.“