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"Hochexplosiv": Bergung von Wal Timmy ist vorerst gescheitert

Zu Lebzeiten war der Wal, der Timmy getauft wurde, vor Poel gestrandet. Später wurde er tot vor Dänemark angeschwemmt.
Zu Lebzeiten war der Wal, der Timmy getauft wurde, vor Poel gestrandet. Später wurde er tot vor Dänemark angeschwemmt. Copyright  AP Photo
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Von Lena Roche
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der tote Buckelwal "Timmy" droht vor der Küste Dänemarks zu explodieren. Die Helfer haben an diesem Donnerstag dreimal versucht den Kadaver mit einem Seil abzuschleppen. Es hat jedoch nicht geklappt. Die Flut macht das Ganze noch schwieriger.

Die Zeit drängt: Der Wal vor der dänischen Küste droht zu explodieren. Eigentlich sollte das tote Tier an Land geborgen werden, doch dann entschied die dänische Umwelt- und Naturbehörde sowie die Küstenrettung den Kadaver so schnell wie möglich ins offene Meer zu ziehen. Timmys Kadaver hat sich in den vergangenen Tagen immer weiter aufgebläht, das liegt an den Faulgasen im Körper.

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Ein Abschnitt am Strand von Anholt wurde großräumig abgesperrt. Der tote Wal zieht viele Neugierige und Journalisten an.

Der Plan der dänischen Behörden sah wie folgt aus: Sie wollten den Kadaver mithilfe von Seilen ins offene Wasser ziehen, um eine unkontrollierte Explosion in der Nähe des Strandes zu vermeiden. Anschließend sollte der Kadaver dänischen Medien zufolge in die kleine Hafenstadt Greena gebracht werden. Dort war eine Obduktion im Hafen geplant. Jetzt musste die Abschlepp-Aktion allerdings abgebrochen werden. Ein neuer Bergungsversuch soll frühestens nach Pfingsten starten.

Experten warnen davor, dass sich niemand in der Nähe des Kadavers befinden sollte. Viren und Bakterien könnten sich bei einer Explosion auf Menschen übertragen.

Ist Timmy in Wirklichkeit eine Walkuh?

Die private Rettungsinitiative aus Deutschland hatte erklärt, dass es sich bei dem gestrandeten Wal, um einen jungen Bullen handele. Darüber berichtete auch die Presse und das Tier wurde prompt Timmy getauft, wobei manche Wal-Fans ihn auch Hope, also Hoffnung nannten.

Aufnahmen des Wal-Kadavers scheinen jetzt zu zeigen, dass Timmy kein Bulle, sondern eine Walkuh war. Wal-Experte Fabian Ritter sagte t-online am Mittwoch, er sei sich "zu 95 bis 100 Prozent" sicher. Ritter kommt zu diesem Schluss aufgrund von zwei Details: Bei einem männlichen Wal würde nach dem Tod aufgrund der Erschlaffung der Muskulatur der Penis aus der Genitalschlitze fallen. Bei dem toten Buckelwal vor der dänsichen Küste könne man außerdem neben der Geschlechtsöffnung zwei Schlitze erkennen. Dabei handele es sich um Milchdrüsenspalten, mit denen die Walkühe ihren Nachwuchs mit Milch versorgen.

Umstrittene Rettungsaktion

Der Wal, der immer noch als Timmy bekannt ist, wurde Ende März in der Ostsee gesichtet und strandete mehrmals. Mit einer aufwendigen Rettungsaktion samt Schlepper und Lastkahn wurde das Tier Ende April in der Nordsee freigelassen. Der Tracker, der angebracht worden war, funktionierte nicht richtig, so dass man nicht genau wußte, was aus ihm geworden war. Dann kam die für Timmy-Fans traurige Gewissheit: Er hatte nicht überlebt. Ein toter Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt wurde als Timmy identifiziert.

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