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"Navigationsdienste": Iran verlangt Gebühren für die Straße von Hormus

Frachtschiffe liegen vor der Küste in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas vor Anker, am vierten Mai 2026.
Frachtschiffe liegen am vierten Mai zweitausendsechsundzwanzig vor Bandar Abbas in der Straße von Hormus im Persischen Golf auf Reede. Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Iran hat den internationalen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus seit den ersten Tagen des Krieges Anfang März faktisch lahmgelegt. Seit Mitte April haben die USA eine eigene Blockade gegen iranische Häfen verhängt. Tut sich nun etwas?

Irans Außenministerium hat am Montag bekannt gegeben, Teheran verlange von Schiffen, die die strategisch wichtige Straße von Hormus durchqueren, Entgelte für "Navigationsdienste". Mautgebühren erhebe das Land aber nicht.

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"Die angebotenen Leistungen, Navigationsdienste sowie Maßnahmen zum Schutz der Umwelt in der Straße von Hormus, des Persischen Golfs und des Golfs von Oman, machen die Erhebung bestimmter Gebühren erforderlich", sagte der Sprecher des Außenministeriums Esmaeil Baqaei auf einer Pressekonferenz in der iranischen Hauptstadt.

Er betonte, Teheran strebe nicht an, eine Durchfahrtsmaut zu erheben.

In der vergangenen Woche veröffentlichte der Iran eine Karte. Darauf beansprucht das Land die Hoheitsaufsicht über einen Abschnitt der Straße von Hormus, der weit in die Territorialgewässer der Vereinigten Arabischen Emirate und Omans hineinreicht. Daraufhin warnten fünf Golfstaaten über die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) Reedereien offiziell davor, sich an die iranischen Vorgaben zu halten.

In einem Beitrag auf X legte die iranische Behörde für die Straße von Hormus im Persischen Golf (Persian Gulf Strait Authority, PGSA) ihr beanspruchtes Verwaltungsgebiet fest. Es verläuft vom Kuh-e Mobarak im Iran bis südlich von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten am östlichen Eingang der Meerenge und vom Ende der iranischen Insel Qeschm bis nach Umm al-Quwain in den Emiraten im Westen.

Golfstaaten warnen vor Befolgung der Auflagen des Iran

Das Gebiet umfasst Gewässer, die die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman als ihr eigenes Staatsgebiet betrachten. Alle Schiffe, die den definierten Abschnitt passieren, müssen zuvor eine Genehmigung der PGSA einholen.

Bahrain, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate schickten ein gemeinsames Schreiben an die IMO. Darin warnen sie Handels- und Frachtschiffe davor, mit der PGSA zu kooperieren oder die Wasserstraße auf der von Iran vorgegebenen Route zu befahren. Die IMO leitete das Schreiben weiter.

Patt zwischen USA und Iran

Zwischen den USA und dem Iran herrscht ein Art Patt um die Straße von Hormus. Durch die Meerenge läuft in Friedenszeiten rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels.

Im Anfangsstadium des Krieges schloss der Iran die entscheidende Wasserstraße faktisch. Mitte April reagierten die USA mit einer eigenen Blockade iranischer Häfen.

Die Schließung setzt die Regierung von Donald Trump unter Druck. Die Preise für Öl und Benzin sind vor wichtigen Zwischenwahlen in die Höhe geschossen. Das belastet auch die Golfverbündeten der USA, die die Wasserstraße nutzen, um ihr Öl und Gas in alle Welt zu exportieren.

EU senkt Wachstumsprognose

Am vergangenen Donnerstag senkte die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für die europäische Wirtschaft für das Jahr 2026. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die Energiepreise deutlich nach oben getrieben.

Die Wirtschaft der Europäischen Union soll 2026 nun nur noch um 1,1 Prozent wachsen, nach zuvor erwarteten 1,4 Prozent in der Herbstprognose der Kommission. Für die Eurozone senkte Brüssel die Prognose sogar auf 0,9 Prozent.

In ihrem Bericht warnte die Kommission, die durch die eskalierenden Spannungen rund um die Straße von Hormus verursachten Störungen auf den globalen Energiemärkten hätten die wirtschaftlichen Aussichten für Europa deutlich verschlechtert.

Weitere Quellen • AFP

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