Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Trump nennt Spanien "hoffnungslosen Fall" und droht mit Handelsstopp

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez trifft am Dienstag, siebten Juli 2026, zur NATO-Gipfelkonferenz in Ankara, Türkei, ein. (Osmancan Gürdoğan, Archivfoto via AP)
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez trifft am Dienstag, dem siebten Juli 2026, zum NATO-Gipfel in Ankara in der Türkei ein. (Osmancan Gürdoğan, Archivfoto/AP) Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Christina Thykjaer & Sergio Garcia
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Bereits im März hatte Donald Trump Spanien mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht. Damals hatte die Regierung in Madrid den Einsatz der Stützpunkte Rota und Morón für US-Luftangriffe gegen Iran blockiert. Nun verschärft der US-Präsident seinen Kurs gegen den NATO-Partner.

Donald Trump hat beim NATO-Gipfel in Ankara seine Angriffe auf Spanien erneut verschärft. Der US-Präsident erklärte am Mittwoch, er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, den gesamten Handel mit Spanien zu beenden. Spanien sei ein "schrecklicher Partner" innerhalb des Atlantikbündnisses.

WERBUNG
WERBUNG

"Spanien ist ein hoffnungsloser Fall. Wir wollen keine Geschäfte mehr mit Spanien machen", sagte Trump vor Journalisten.

Daraufhin verteidigte NATO-Generalsekretär Mark Rutte Spanien mit den Worten: "Sie haben Spanien erwähnt; Sie haben sogar erreicht, dass Spanien zwei Prozent zahlt; das Land hat im vergangenen Jahr einen großen Schritt gemacht. Es gibt zwar noch einige Probleme, die wir lösen müssen, aber selbst Spanien hat die 2-Prozent-Marke erreicht."

Die Äußerungen fielen bei einem gemeinsamen Presseauftritt mit Mark Rutte. Dabei griff Trump die Regierung von Pedro Sánchez erneut an. Anlass ist ihre Weigerung, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen – eine Forderung, die Washington seinen europäischen Verbündeten seit einigen Monaten immer wieder vorlegt.

"Gelassenheit" in der spanischen Regierung

Im Regierungssitz Moncloa betonen Vertraute des Regierungschefs, man sei auf dieses Szenario vorbereitet gewesen. Die Brüskierungen Trumps nehme man mit relativer Gelassenheit hin. Die Regierung hatte eine ausführliche Argumentationslinie vorbereitet. Pedro Sánchez reiste mit einem Bündel von Zahlen und Fakten nach Ankara, um auf die Angriffe des US-Präsidenten reagieren zu können.

Trotz der Forderungen aus den USA verweist Spanien darauf, beim Verteidigungsetat bereits die Marke von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht zu haben. Damit liegt das Land auf Platz sieben unter den 32 NATO-Partnern. Internen Berechnungen der Allianz zufolge reicht ein Wert von 2,1 Prozent aus, damit Spanien seine Verpflichtungen erfüllt.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Streit um Militärstützpunkte: Sánchez reist allein zum NATO-Gipfel

Von der Leyen und Rutte: NATO muss europäischer werden

NATO-Gipfel: Nur 8 Prozent der Deutschen sehen die USA als Verbündeten