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Jamel Ezzedini

Jamel Ezzedini
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Mein emotionsreichster Moment bei Euronews war ohne Zweifel der 13. Januar 2011 in Tunesien.
 
Als wir abends in der tunesischen Hauptstadt angekommen waren, sind wir sofort in die Innenstadt. Die Auseinandersetzungen und Demonstrationen hatten schon begonnen, die Ordnungskräfte waren sehr gewalttätig.
 
Wir haben versucht, über die Geschehnisse zu berichten. Doch im Endeffekt waren wir eher damit beschäftigt, die Verletzten ins Krankenhaus zu bringen.
 
Am Abend des 14. Januars waren wir mitten in der Menschenmenge. Wir haben einen symbolischen Moment der tunesischen Geschichte miterlebt: Als Ben Ali die Flucht ergriff, war eine der schlimmsten Diktaturen der ganzen Welt gestürzt.
 
Ich habe diese Revolution als Journalist miterlebt. Ich habe versucht, über diese historischen Momente, die eine Kettenreaktion in der arabischen Welt hervorgerufen haben, zu berichten.
 
Aber ich habe diese Momente auch als Tunesier erlebt. Ich war stolz, diesem Volk anzugehören, das für viele andere Nationen den Weg bereitet hat, um die Unterdrückung zu beenden.