Stichwahl in Kroatien: Kopf-an-Kopf-Duell um Präsidentenamt

Der amtierende kroatische Präsident Ivo Josipovic ist überraschend nicht im Amt bestätigt worden.
Sein Sieg in der ersten Runde der Präsidentenwahl fiel laut der staatlichen Wahlkommission mit rund 38,5 Prozent der Stimmen knapper als erwartet aus.
Der 57-jährige Sozialdemokrat muss sich nun in einer für den 11. Januar geplanten Stichwahl mit Herausforderin Kolinda Grabar-Kitarovic messen. Die konservative Kandidatin der größten Oppositionspartei HDZ belegte mit rund 37 Prozent nur knapp geschlagen den zweiten Rang.
Beobachter führten den Erfolg der ehemaligen kroatischen Außenministerin auf die Wirtschaftskrise im jüngsten Mitgliedstaat der EU zurück. Die Arbeitslosenquote liegt bei fast 20 Prozent, jeder zweite junge Erwachsene hat keinen Job.
Die Wahlbeteiligung lag bei gut 47 Prozent und damit rund drei Prozent höher als vor fünf Jahren.