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Ende der Milchquote - Bauern befürchten Preissturz

Ende der Milchquote - Bauern befürchten Preissturz
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Zum Monatswechsel fällt die Milchquote weg. Bauern aus mehreren Mitgliedsstaaten der EU protestierten dagegen vor dem Europaparlament in Brüssel. Mehr als drei Jahrzehnte lang schützte die Quote die Milchviehhalter vor niedrigen Preisen und Europa vor Milchseen und Butterbergen. Wie Karl-Otto Vollrath aus Rheinland-Pfalz befürchten viele einen Preissturz: “Bei dem Auslaufen der Milchquote wird es auf der Seite der Bauern keine Gewinner geben, ob Sie 50 Kühe haben oder 500.”

Die Milchmengen werden weiter steigen und die Preise werden weiter fallen

“Verschwinden die kleinen Höfe, wird es in Europa immer mehr Betriebe mit 1 000, 2 000 5 000 Kühen geben, die nichts weiter als die Grundstoffe für die Industrie herstellen werden”, so der grüne Europaabgeordnete José Bové. Seine deutsche Kollegin Maria Heubuch ist vor allem über sinkende Preise besorgt: “Die Milchmengen werden weiter steigen und die Preise werden weiter fallen, das wird jetzt das erste sein, was wir erleben werden.”

“Wir forden deshalb ein Marktverantwortungsprogramm, um in Krisenzeiten, wo die Produktion höher sein wird als die Nachfrage, Anreize zu schaffen, damit weniger produziert wird und der Markt schnell wieder ins Gleichgewicht kommt, damit der Preis nicht ins Bodenlose verfällt”, so der Präsident des European Milk Board, Romuald Schaber. In Deutschland sank die Zahl der Milcherzeuger in den vergangenen Jahrzehnten von fast 370 000 auf 77 000.