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Russland: Proben für Militärparade am Tag des Sieges

Russland: Proben für Militärparade am Tag des Sieges
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Anderthalb Wochen vor dem Tag des Sieges am 9. Mai haben russische Soldaten erstmals für die große Militärparade in Moskau geübt. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll der Aufmarsch die größte Waffenschau in der jüngeren Geschichte Russlands werden.

Die Vergangenheit erlebt einer Umfrage des bekannten russischen Levada-Zentrums zufolge derzeit eine Renaissance. Demnach sind 45 Prozent der Russen der Meinung, dass sich die Millionen Todesopfer unter Stalin gelohnt hätten. Das Erbe des Sowjetdiktators ist umstritten: “Ich denke, dass Stalin viel zum Sieg beigetragen hat”, so der Moskauer Alexei Frolov. “Ihm haben wir zu verdanken, dass wir den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Er hat das Land industrialisiert, die Schwerindustrie geschaffen. Meiner Meinung nach hat er gute Arbeit geleistet.”

Die Moskauerin Fora Petrosyan hingegen meint: “Er hat so viele Menschen getötet. Alle Gulags wurden unter seiner Herrschaft aufgebaut und nach dem, was ich gehört habe, hat sich Hitler von ihm abgeschaut, wie man solche Lager baut.”

Doch nicht nur die weiter zurückliegende Geschichte ist ein Streitthema: Die Annektion der Krim vor mehr als einem Jahr und die Ukraine-Krise wiegen schwer, viele westliche Regierungschefs werden nicht an der Parade zum Tag des Sieges teilnehmen.