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Orange will Israelgeschäft aufgeben, heftige Reaktionen aus Jerusalem

Orange will Israelgeschäft aufgeben, heftige Reaktionen aus Jerusalem
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Orange macht den Laden dicht. Generaldirektor Stéphane Richard teilte mit, die Israelgeschäfte des französischen Kommunikationskonzerns so bald wie mögich abwickeln zu wollen.Orange ist über einen Lizenzvertrag mit Partner Communications seit Jahren in Israel präsent, agiert aber nicht selbst als Netzbetreiber.

Die Pläne des Konzerns haben heftige Reaktionen in Jerusalem ausgelöst. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu: “Das ist ein absurdes Theater, das wir nicht verzeihen werden. Ich fordere die Regierung in Paris auf, sich vom Verhalten dieses Konzerns zu distanzieren, der zu einem Viertel dem französischen Staat gehört.”

Netanjahu wirft Orange vor, Israel zu boykottieren. Der Konzern teilte mit, sich keinesfalls an politischen Debatten beteiligen zu wollen, der Schritt sei rein wirtschaftlich bedingt.

Menschenrechtsorganisationen hatten im Mai den Rückzug von Orange gefordert, da dessen Lizenpartner in den israelischen Siedlungsgebieten aktiv sind.

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