Irakische Familie flüchtet vor IS-Miliz: "Wir mussten uns ihnen fügen"

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Von Euronews
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Unmittelbar vor dem Inkrafttreten neuer Gesetze für illegalen Grenzübertritt in Ungarn verstärkt sich der Andrang auf die ungarisch-serbische Grenze

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Unmittelbar vor dem Inkrafttreten neuer Gesetze für illegalen Grenzübertritt in Ungarn verstärkt sich der Andrang auf die ungarisch-serbische Grenze bei Röszke.

Viele Neuankömmlinge sind unter anderem aus dem Irak vor den Truppen der Miliz Islamischer Staat geflohen.

Der 34-jährige Raed Waleed Abdullah stammt aus der irakischen Stadt Mossul:

“Tag für Tag erlässt die IS-Miliz neue Anordnungen und die Lage ist schrecklich. Ich hatte keine Einkommen, es gab keinen Strom und wir mussten nach ihren Vorstellungen leben. Da prallten Welten aufeinander. Der IS ignoriert unsere Werte.”

Die ungarische Armee versucht offenbar, letzte Schlupflöcher an der Grenze zu Serbien zu schließen

Police & Army right now started closing the last hole in the border fence #Hungary#Roeszkepic.twitter.com/RQNynRmnji

— Fred Lauener (@Fred_Lauener) September 14, 2015

Zusammen mit seiner Frau Hala Khalil hat der 34-jährige mit ihren drei gemeinsamen Kindern die Flucht ins Ungewisse gewagt.

“Es war verboten, ohne eine männliche Begleitperson auf die Straße zu gehen. Wenn mein Mann zur Arbeit ging, konnte ich nicht raus. Ohne männliche Begleitung durfte ich noch nicht einmal meine Kinder zur Schule bringen.”

“Diejenigen, die sich nicht dem IS gebeugt haben, wurden von Hochhäusern geworfen. Sie verbreiten so viel Leid in der Bevölkerung. Wir mussten uns ihnen fügen.”

Eine Rückkehr in die Heimat scheint der Familie unmöglich.

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