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Angriff auf Klinik in Kundus: Mindestens drei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen getötet

Von Bettina Baumann mit AFP/ DPA
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Angriff auf Klinik in Kundus: Mindestens drei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen getötet
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Ärzte ohne Grenzen teilte mit, dass bei einem Bombenangriff auf ein Krankenhaus der Organisation mindestens drei Klinikmitarbeiter getötet worden seien. Der Angriff ereignete sich im nordafghanischen Kundus.

Mehr als 30 Menschen würden vermisst, so die Organisation am frühen Samstagmorgen. Der Leiter von Ärzte ohne Grenzen vor Ort, Bart Janssens, erklärte, es lägen noch keine abschließenden Angaben über die Zahl der Opfer vor. Er äußerte sich schockiert über den Angriff und forderte alle Konfliktparteien auf, die Sicherheit von Gesundheitseinrichtungen und deren Personal zu respektieren.

Nach Angaben der Organisation seien zum Zeitpunkt des Luftangriffs 105 Patienten, mehrere Angehörige und gut 80 Mitarbeiter in dem Gebäude gewesen.

In Medienberichten hieß es, die NATO wolle prüfen, ob die Treffer Kollateralschäden eines US-Luftangriffs seien. In der Nacht hatte die NATO die afghanische Armee mit Luftangriffen in der Nähe des Krankenhauses untertützt.

Kundus war am Montag von der radikalislamischen Taliban überrannt worden. Seitdem versuchen afghanische Regierungstruppen mit Hilfe der NATO die Stadt wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Zum Weiterlesen: Dr. Masood Nasim, Leiter des medizinischen Teams im Krankenhaus in Kundus, beschreibt die Situation in der Klinik in den ersten 72 Stunden nach der Wiederaufnahme von Gefechten am 28. September 2015. Am Morgen hörte ich Einschläge von Granaten und Schreie, mittags befand sich die Frontlinie bereits an unserem Krankenhaus – Bericht aus Kundus