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Historisches Gipfeltreffen zwischen China und Taiwan diesen Sonnabend

Historisches Gipfeltreffen zwischen China und Taiwan diesen Sonnabend
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Zum ersten Mal treffen sich die Präsidenten von China und Taiwan – wenn auch weder hier noch dort, sondern in Singapur, diesen Sonnabend.

Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping hält sich dort ab Freitag sowieso auf; sein Kollege Ma Ying-jeou kommt dann hinzu.

Seit 1949 existieren beide Länder nebeneinander her, als Ergebnis des chinesischen Bürgerkriegs und des Siegs der Kommunisten auf dem Festland.

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an. Wirtschaftlich gab es zuletzt eine Annäherung, politisch aber bleibt China bei seinem Alleinvertretungsanspruch, der Taiwan zum Beispiel aus der UNO fernhält.

Viele in Taiwan haben daher vor dem großen Nachbarn Angst: Die Regierung betont deshalb, es gehe am Sonnabend nur um ein Gespräch, nicht um Vereinbarungen.

Trotzdem ist der Widerstand in Taiwan deutlich: Die Opposition, insbesondere die Demokratische Fortschrittspartei, sieht das Präsidententreffen auch als Schachzug der Regierungspartei Kuomintang vor den bevorstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen im Januar.

Die Kuomintang wird dann wohl deutlich gegen die Fortschrittspartei verlieren, vor allem wegen ihrer vergleichsweise chinafreundlichen Politik. Trotzdem könnte sie sich mit dem Treffen als Garant für Stabilität präsentieren.