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Umstrittenes Flüchtlingsabkommen tritt in Kraft: Was wird aus gestrandeten Migranten in Griechenland?

Umstrittenes Flüchtlingsabkommen tritt in Kraft: Was wird aus gestrandeten Migranten in Griechenland?
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Von Cornelia Trefflich mit REUTERS
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Verschärfte Patrouillen der türkischen Behörden und der NATO auf dem Ägäischen Meer bringen erste Migranten zurück zur türkischen Küste. Insgesamt

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Verschärfte Patrouillen der türkischen Behörden und der NATO auf dem Ägäischen Meer bringen erste Migranten zurück zur türkischen Küste. Insgesamt 316 Migranten sind am Samstag aufgegriffen- und zurück zum türkischen Festland gebracht worden. Die Maßnahme ist Teil des am Sonntag in Kraft tretenden Abkommens zwischen der EU und der Türkei.

#EU & #Turkey there is nothing humanitarian about blocking #refugees & #migrants where you cant see their suffering. pic.twitter.com/H8RgLsAdkG

— MSF Sea (@MSF_Sea) March 18, 2016

Was mit Tausenden in Griechenland gestrandeten Flüchtlingen passieren soll, ist weiter unklar. Die Bedingungen in Flüchtlingslagern wie Idomeni an der mazedonischen Grenze verschlechtern sich immer mehr. Hilfsorganisationen sind überzeugt, dass das umstrittene Abkommen die Situation der Flüchtlinge nicht verbessern wird. Menschenrechtsorganisationen wie das International Rescue Committee bezeichnen das Abkommen als menschenunwürdig:
“Aus unserer Sicht wird das Abkommen zu noch chaotischeren und unwürdigeren Zuständen führen. Allein die Idee, eine Umsiedlung an Bedingungen zu knüpfen, Menschen von Griechenland in die Türkei zurück zu schicken, ist ethisch bedenklich.”

Illogical & unethical, #EUTurkeyDeal will mean more indignity, more disorder, more illegal journeys, more lives lost https://t.co/n1j5mPxP8Z

— IRC Intl Rescue Comm (@theIRC) March 19, 2016

Das vergangene Woche von den 28 EU-Staats- und Regierungschefs ausgehandelte Abkommen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise sieht vor, dass die EU alle illegal eingereisten Migranten aus Griechenland wieder in die Türkei zurück schickt. Dafür will die EU legale Migranten direkt aus der Türkei in die EU aufnehmen. Dort sollen sie dann verteilt werden, wobei die Aufnahmehöchstgrenze bei 72.000 Menschen liegen soll. Die Türkei erhält im Gegenzug mehr Gelder, Visa-Erleichterungen für türkische Staatsbürger bei der Einreise in die EU sind vorgesehen. Außerdem sollen die Beitrittsverhandlungen des Landes zur EU beschleunigt werden.

Greece's reception facilities must be rapidly strengthened as part of EU-Turkey deal https://t.co/i93jhvoRttpic.twitter.com/xGUVdlDTHt

— UN Refugee Agency (@Refugees) March 19, 2016

Send a clear message to eucopresident</a> today: Don&#39;t trade refugees! <a href="https://t.co/FB65pXHdRn">https://t.co/FB65pXHdRn</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/StopTheDeal?src=hash">#StopTheDeal</a> <a href="https://t.co/fLFuiB8NhA">pic.twitter.com/fLFuiB8NhA</a></p>&mdash; AmnestyInternational (AmnestyOnline) March 17, 2016

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