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Zwei Zivilisten bei Kämpfen im Südkaukasus getötet

Zwei Zivilisten bei Kämpfen im Südkaukasus getötet
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Bei neuen Kämpfen in der zwischen Amenien und Aserbaidschan umstrittenen Südkaukasusregion Berg-Karabach sind nach Darstellung des Verteidigungs-
ministeriums in Baku zwei Zivilisten getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden demnach in einem Ort nahe dem Unruhegebiet schwer verletzt. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor. Auch die Behörden in Berg-Karabach warfen dem aserbaidschanischen Militär vor, mehrfach gegen die Waffenruhe verstoßen zu haben. Dabei wurden auch Panzer und Artillerie eingesetzt, hieß es aus der Gebietshauptstadt Stepanakert.

Berg-Karabach wird überwiegend von Armeniern bewohnt und von der Führung in Eriwan unterstützt. Anfang der 1990er Jahre hatte der Streit um die Region einen Krieg ausgelöst, fast 30.000 Menschen kamen damals ums Leben. Die Region gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan und wird nicht als unabhängiger Staat anerkannt. Armenische Kräfte halten auch über Berg-Karabach hinaus Teile Aserbaidschans besetzt. Bei den heftigsten Kämpfen seit Jahren waren Anfang April mehr als 120 Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten getötet worden. Am 5. April hatten die Armeechefs Aserbaidschans und Armeniens bei einem Treffen in Moskau einen Waffenstillstand ausgehandelt.