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Sicherheitsproblem am Atatürk-Flughafen? - "Am ersten Checkpoint werden Fahrzeuge nicht durchsucht"

Sicherheitsproblem am Atatürk-Flughafen? - "Am ersten Checkpoint werden Fahrzeuge nicht durchsucht"
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Von Euronews
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Die türkische Polizei fahndet nach den Hintermännern des blutigen Anschlags am Atatürk-Flughafen von Istanbul.

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Die türkische Polizei fahndet nach den Hintermännern des blutigen Anschlags am Atatürk-Flughafen von Istanbul. Zunächst übernahm keine Gruppierung die Verantwortung. Die Miliz Islamischer Staat hat sich bislang noch zu keinem der ihr in der Vergangenheit zugeschriebenen Anschläge in der Türkei bekannt. Ministerpräsident Binali Yildirim sagte, die Attentäter seien mit einem Taxi zum Flughafen gefahren.

Gizem Adal, euronews:

“Die Türkei ist durch den Terroranschlag auf dem Istanbuler Atatürk-Flughafen bis ins Mark erschüttert worden. Ich bin jetzt verbunden mit dem euronews-Istanbul-Korrespondenten Bora Bayraktar. Hallo Bora.”

Bora Bayraktar, euronews-Istanbul-Korrespondent: “Hallo”

euronews:
“Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat die Sicherheitsvorkehrungen am Atatürk-Flughafen verteidigt. Aber wie gelang es den drei Selbstmordattentätern, die Sicherheitschecks für Passagiere und deren Begleitungen zu passieren, und sogar eine Kalaschnikow mitzuführen?”

Bora Bayraktar:
“Genau hinter mir ist der Eingangsbereich des Flughafens. Dort kommen Passagiere mit Fahrzeugen an, und es gibt eine erste Sichtkontrolle durch die Polizei. Die Beamten schauen sich die ankommenden Fahrzeuge an und lassen sie durch, wenn sie unverdächtig wirken. Gut 500 Meter danach erreicht man das Abflugterminal des Flughafens und einen umfangreicheren Kontrollposten. Dort sind die Terroristen wahrscheinlich mit einem Taxi und mit Jacken bekleidet angekommen. Weil es sehr heiß ist in Istanbul, hat das den Verdacht der Polizei erregt. In dem Moment begannen die Täter zu schießen, um die Sicherheitskontrolle zu durchbrechen. Die erste Explosion ereignete sich, danach sprengten sich die beiden anderen Attentäter im Terminal in die Luft. Das größte Problem ist also, dass am ersten Checkpoint hier hinter mir die eintreffenden Fahrzeuge nicht durchsucht werden. Dadurch konnten die Bewaffneten bis zur zweiten Sicherheitskontrolle durchdringen.”

People wait for the identities of the victims. #istanbulattackpic.twitter.com/wASoqHEcja

— Bora Bayraktar (@Bora_Bayraktar) 29 juin 2016

euronews:
“Die Terrrormiliz Islamischer Staat hat sich gegen das Versöhnungsabkommen zwischen der Türkei und Israel ausgesprochen, womit eine Normalisierung des Verhältnisses beider Länder erreicht werden soll. Steht der Anschlag damit in Verbindung?”

Bora Bayraktar:
“Der Anschlag war sehr gut vorbereitet und komplex. Die Ankündigung des Versöhnungsabkommens zwischen der Türkei und Israel erfolgte am vergangenen Montag. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Täter mehrere Tage Zeit für die Vorbereitung hatten. Aber nicht nur die Normalisierung der türkisch-israelischen Beziehungen ist der Terrormiliz Islamischer Staat ein Dorn im Auge. Sie ist im laufenden Jahr bereits für vier Attentate in der Türkei verantwortlich. Die Dschihadisten attackieren die Türkei wegen ihrer säkularen Regierung, und der Beteiligung an der internationalen Koalition gegen die IS-Miliz. Hinzu kommt: Die IS-Miliz feiert den zweiten Jahrestag der Ausrufung ihres “Kalifats”. Der Anschlag könnte damit in Verbindung stehen. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass türkische Sicherheitskräfte wichtige Operationen gegen die IS-Miliz auf dem Gebiet der Türkei durchgeführt haben.”

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