Afghanistan-Gipfel: Milliardenzusagen und Reformforderungen

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Von Euronews
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In Brüssel wurde neben weiteren Hilfen auch über die Rückführung in Europa abgelehnter afghanischer Flüchtlinge gesprochen.

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Die Teilnehmer des Afghanistan-Gipfels in Brüssel haben dem seit Jahrzehnten krisengeplagten Land weitere Milliardenhilfen zugesagt. An der Konferenz nehmen die Vertreter von 70 Ländern und 20 internationalen Organisationen teil. Allein die Europäische Union will Afghanistan jährlich mit 1,3 Milliarden Euro unterstützen.

Opening #AfghanConf in Brussels: 100 delegations from around the world to support democracy, peace & development pic.twitter.com/39GSK26IKr

— Federica Mogherini (@FedericaMog) October 5, 2016

“Das Hauptthema der Konferenz ist unsere Bereitschaft, den jetzigen Umfang unserer Hilfen für Afghanistan bis 2020 fortzusetzen”, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. “Wandel geschieht nicht von einem Tag auf den anderen, aber im Laufe der Zeit. Wir alle tragen die Verantwortung, diesen Wandel in Afghanistan, in der Region und auf internationaler Ebene zu unterstützen.”

Gebunden sind die Hilfszusagen an die Umsetzung von Reformen. Darüber hinaus wurde die Rückführung in Europa abgelehnter afghanischer Asylsuchender erörtert. Mogherini dementierte allerdings jegliche Verbindung zwischen Finanzhilfen und der Flüchtlingsfrage.

euronews-Reporterin Maria Sarsalari kommentiert: “Die internationale Gemeinschaft und alle, die das Geschehen in Afghanistan verfolgen, blicken nach Brüssel. Sie hoffen, dass das Land fünfzehn Jahre nach dem Ende der Taliban-Herrschaft ernsthafte Hilfszusagen erhält. Und sie hoffen, dass die afghanische Regierung in Bezug auf transparente Reformen und Pläne zum Aufbau von staatlichen Strukturen so viele Zusagen wie möglich geben kann.”

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