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Nigerianische Luftwaffe bombardiert Flüchtlingslager

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Von Christoph Debets
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Ein nigerianisches Kampfflugzeug hat versehentlich ein Flüchtlingslager bombardiert. Dabei wurden mindestens 50 Menschen getötet und 120 verletzt.

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Ein nigerianisches Kampfflugzeug hat versehentlich ein Flüchtlingslager bombardiert. Dabei wurden mindestens 50 Menschen getötet und 120 verletzt. Der Angriff galt nach Angaben der nigerianischen Streitkräfte einer Ansammlung von Kämpfern der radikalislamischen Boko Haram.

“Unglücklicherweise wurde der Angriff ausgeführt, aber es stellte sich heraus, dass die Einheimischen irgendwie davon betroffen sind. Das ist die Folge der Undurchsichtigkeit de Krieges. Es ist unglücklich. Deshalb muss dieser Krieg beendet werden”, erklärte der Oberbefehlshaber der Region Generalmajor Lucky Irabor.

In dem Lager in Rann nahe der Stadt Maiduguri leben rund 25.000 Binnenflüchtlinge. Die Region ist seit Wochen Schauplatz einer Offensive gegen Boko Haram. Das Präsidialamt in Abuja sprach von einem “bedauerlichen operativen Fehler” während der Schlussphase der Säuberung der Region von Aufständischen.

Staatspräsident Muhammadu Buhari drückte den Familien der Opfer sein Beileid aus. Die Regierung werde den örtlichen Behörden bei der Bewältigung der Situation beistehen, versicherte Buhari.

I received with regret news that the Air Force,working to mop up BH insurgents, accidentally bombed a civilian community in Rann,Borno State

— Muhammadu Buhari (@MBuhari) 17. Januar 2017

Die sunnitischen Fundamentalisten von Boko Haram haben seit 2009 bei Angriffen und Anschlägen im Nordosten Nigerias und angrenzenden Gebieten mindestens 14 000 Menschen getötet. Rund 2,7 Millionen Menschen sind UN-Angaben zufolge vor der Gewalt geflohen.

Die nigerianischen Streitkräfte haben Boko Haram seit vergangenem Jahr militärisch deutlich geschwächt. Die Extremisten kontrollieren nur noch ein kleineres Gebiet im Nordosten des Landes, aber sie führen immer wieder Anschläge aus.

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