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Ermittlung der Finanzbehörden: Gegenwind für Saubermann Fillon

Ermittlung der Finanzbehörden: Gegenwind für Saubermann Fillon
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Von Euronews
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Der Präsidentschaftskandidat der französischen Konservativen beschäftigte seine Gattin einst auf Parlamentskosten als Assistentin.

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Die französischen Finanzbehörden haben Ermittlungen gegen Francois Fillon und seine Ehefrau Penelope eingeleitet. Der Präsidentschaftskandidat der Konservativen hat seine Gattin einst auf Parlamentskosten als Assistentin beschäftigt. Ein Fillon-Sprecher bestätigte, dass zwischen dem Politiker und seiner Frau ein Beschäftigungsverhältnis bestand. Die Ermittler prüfen, ob es sich um ein Scheinarbeitsverhältnis handelte und ob eine Veruntreuung öffentlicher Gelder stattgefunden hat.

DEMAIN DANS “LE CANARD”

Les 600 000 euros gagnés par Penelope
qui empoisonnent Fillon

canardenchaine (canardenchaine) January 24, 2017

Das Satire- und Enthüllungsblatt “Le Canard Enchainé” hatte zuerst über das Thema berichtet und geschrieben, dass Fillons Frau für das Amt innerhalb von acht Jahren insgesamt fast 600.000 Euro erhalten haben soll. Die Anstellung sei legal gewesen, betonte der Fillon-Sprecher. Fillon sprach angesichts der Berichte von “Stinkbomben”.

“Ich kann mich nur wundern, dass diese Dinge, die so lange zurückliegen und legal waren, drei Monate vor dem ersten Wahlgang Gegenstand einer solchen Kampagne sind”, ließ Fillon verlauten. Er werde für seine Ehre und für den Sieg der Wahrheit kämpfen. “Denjenigen, die glauben, mich damit zu treffen, sei meine Entschlossenheit versichert”, so Fillon weiter.

Ceux qui ont pensé m’atteindre doivent être certains de ma détermination. pic.twitter.com/ZAYORNjeMt

— François Fillon (@FrancoisFillon) January 25, 2017

“Es ist schade, dass dadurch alle Menschen, die in diesem Hause arbeiten, in Misskredit gebracht werden – vor allem wenn sie hart arbeiten und nicht die Stunden zählen, die sie jede Woche abreißen”, sagte Régis Juanico, Abgeordneter der Sozialisten. Ein anderer Parlamentarier der Linken, René Dosière, sieht kein Problem: “Wenn man ein Familienmitglied anstellt, warum muss es sich dann zwangsläufig um ein Scheinarbeitsverhältnis handeln? Manche Leute arbeiten lieber mit der Ehefrau und die Kinder können auch über Qualifikationen verfügen.”

Fillon gab sich im bisherigen Wahlkampf als Saubermann und betonte die hohen moralischen Anforderungen, die das Amt des französischen Staatspräsidenten erfordert. In der Öffentlichkeit war seine Frau bislang ausschließlich als Mutter und Hausfrau, aber nie als parlamentarische Assistentin ihres Mannes aufgetreten.

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