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Türkei: UN-Bericht beklagt Menschenrechtsverletzungen in Kurdengebieten

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Türkei: UN-Bericht beklagt Menschenrechtsverletzungen in Kurdengebieten
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Die Vereinten Nationen haben der Türkei in einem neuen Bericht schwere Menschenrechtsverletzungen im kurdischen Südosten des Landes vorgeworfen.

Zwischen Juli 2015 und Dezember 2016, also binnen 18 Monaten, hätten türkische Sicherheitskräfte dort mehrere Stadtteile zerstört und bis zu eine halben Million Menschen vertrieben.

Insgesamt hätten die Operationen rund 2000 Tote zur Folge gehabt, wovon mehr als die Hälfte Zivilisten und viele Frauen und Kinder gewesen seien, sagte der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, in Genf.

“Wie es aussieht wurde kein einziger Verdächtiger festgenommen und niemand für die Übergriffe in dieser Periode juristisch belangt”, so Colville. “Die türkische Regierung hat uns mehrfach den Zugang verweigert und die ernsten Anschuldigungen in diesem Report trotzdem als falsch abgetan.”

Das Land sei in dieser Zeit großen Herausforderungen ausgesetzt gewesen, heißt es in dem Bericht, die Operationen und Ziele seien aber besorgniserregend. Das Menschenrechtsbüro stützt sich auf Gespräche mit Vertriebenen, Angaben von Regierungsstellen und Hilfsorganisationen sowie auf Satellitenaufnahmen.

Die Sicherheitsoperationen begannen nach dem Zusammenbruch des Friedensprozesses mit der PKK. Ankara macht die verbotene kurdische Arbeiterpartei für die Gewalt und Zerstörung verantwortlich.

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