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Iran: Mehr als 1.300 Präsidentschaftskandidaten

Iran: Mehr als 1.300 Präsidentschaftskandidaten
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Von Christoph Debets
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Mehr als 1.300 Iraner haben ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl eingereicht. Bereits am Freitag, einen Tag vor dem Ende der Bewerbungsfrist, ließ sich Staatspräsident Hassan Ruhani offiziell für eine zweite Amtszeit registrieren.

Besonders wichtig seien ihm weiterhin eine moderate und rationale Außenpolitik, Wirtschaftsreformen, insbesondere weniger Arbeitslosigkeit sowie politische und gesellschaftliche Freiheiten für das Volk, erklärte Ruhani.

Die Wiederwahl des 68-Jährigen ist aber alles andere als gesichert. Der einflussreiche Klerus ist von seinem pro-westlichen – und nicht ausreichend islamisch-geprägten – Kurs nicht begeistert.

Der Wunschkandidat der erzkonservativen und des Klerus ist Ebrahim Raeissi ins Rennen. Der Leiter der einflussreichen Wohltätigkeitsstiftung des Imam-Resa-Mausoleums in Maschhad gilt als einer der einflussreichsten Kleriker des Iran.

Auch der international umstrittene ehemalige Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine Bewerbung für eine weitere Amtszeit eingereicht – und das obwohl Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ihm ausdrücklich davon abgeraten hatte. Eine Kandidatur sei “weder in seinem noch im Interesse des Landes”, hatte Chamenei bereits 2016 erklärt.

Der Bruder des Anfang des Jahres verstorbenen Ex-Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani, Mohamed Rafsandschani, will ebenfalls ins Rennen um die Präsidentschaft gehen. Der 75-jährige ehemalige Chef des staatlichen Rundfunks stellt sich gegen seine Familie, die die Wiederwahl von Staatspräsident Rouhani unterstützt.

White finger, Islamic Republic of Iran election campaign, vote for you, embezzlement of us.#iranncorg#princerezapahlavi#رای_نمیدمpic.twitter.com/CG6eRq0qHX

— Saeid Dabiry (@divanen44) April 13, 2017

Der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl findet am 19. Mai statt. Alle Kandidaten müssen sich noch der Überprüfung durch den Wächterrat stellen, der in der Vergangenheit häufig Kandidaten ausgeschlossen hatte.

Die Machtbefugnisse des Staatspräsidenten sind begrenzt, die höchste Gewalt liegt bei Revolutionsführer Chamenei.

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