Schweiz debattiert Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde

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Von Euronews
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In der Schweiz sorgt die Einführung eines Mindestlohns von 20 Schweizer Franken – etwa 17 Euro 40 – pro Stunde im Kanton Neuenburg für Diskussionen. Einige Arbeitgeber hatten gegen den Mindestlohn geklagt, doch das Bundesgericht wies die Beschwerden jetzt ab. Sehr zur Freude von Aktivisten wie die Abgeordnete im Parlament von Neuchâtel Marianne Ebel, die sich für den Mindestlohn eingesetzt hatte.

Marianne Ebel sagt: “Wir sind glücklich und hoffen, dass andere Kantone es nachmachen, denn in allen Kantonen gibt es arme Arbeiter. Es kann nicht normal sein, wenn Leute Vollzeit arbeiten, aber nicht genug verdienen, um davon zu leben.”

Auch Taxifahrer Matheus Lolala ist zufrieden: “20 Franken pro Stunde, das ist perfekt für alle. Darauf haben wir lange gewartet. Hoffentlich wird es jetzt Realität.”

Der Chef des Taxiunternehmens Patrick Favre sieht den Mindestlohn kritisch, sehr kritisch sogar: “Wenn ich das allen Fahrern bezahlen muss, kann ich einige nur noch als Freiberufler beschäftigen. Dann haben sie gar keine Lohnsicherheit mehr.”

2014 hatte sich die große Mehrheit der Schweizer in einer Volksabstimmung gegen einen landesweiten Mindestlohn ausgesprochen. Die Gewerkschaften hatten damals mindestens 22 Euro Stundenlohn für alle gefordert. Beim Neuenburger Mindestlohn kommen die Arbeitnehmer bei 40 Arbeitsstunden pro Woche auf 3467 Franken (etwa 3.349 Euro) im Monat.

Bundesgericht bestätigt Neuenburger Mindestlohn! Ein lange erwarteter Entscheid mit Signalwirkung. https://t.co/RoyV8AZK9r

— Gewerkschaft Unia (@UniaSchweiz) 4. August 2017

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