Irans Waffen: "Fragen niemanden um Erlaubnis"

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Von Euronews
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Bei einer Militärparade hat sich der Iran einmal mehr selbstbewusst und kämpferisch präsentiert. Stolz wurde iranischen Medien zufolge das neue Schmuckstück des Arsenals vorgeführt: eine Mittelstreckenrakete, die Gefechtsköpfe bis zu 2.000 Kilometer weit – und damit bis nach Israel – tragen kann. Irans Präsident Hassan Ruhani richtete anlässlich des Aufmarsches deutliche, in manchen Augen provokante Worte an die Weltgemeinschaft:

“Ob ihr es wollt oder nicht, wir werden unsere Verteidigungstechnik ausbauen, so, wie wir es für angemessen halten, und zwar zur Abschreckung. Das betrifft nicht nur unsere Raketentechnik, sondern wir werden auch die Bodentruppen stärken, die Luftwaffe und die Marine, um unser Volk zu schützen, Muslime wie Nichtmuslime, unsere Nation und unser Land. Wir fragen niemanden um Erlaubnis, wenn es um die Verteidigung unseres Landes geht.”

Irans Regierung selbst betont, die Raketen des Landes könnten keine atomaren Sprengköpfe tragen. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag bei den Vereinten Nationen dem Iran seinen Ausbau der Waffenkapazitäten zum Vorwurf gemacht. Trump sagte außerdem, der Iran bringe Gewalt in den Nahen Osten.

Seit Donald Trumps Auftritt als US-Präsident ist auch das Atomabkommen mit dem Iran in Gefahr. Trumps Regierung will nachverhandeln, was nicht bei allen internationalen Partnern gut ankommt. Die Angst geht um, der Deal könnte vollständig platzen und das bisher Erreichte, ein Kompromiss im Streit um das iranische Atomprogramm, könnte Vergangenheit sein.

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