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Iran: Ausschreitungen bei neuen Protesten

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Iran: Ausschreitungen bei neuen Protesten

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In Teheran und mehreren anderen iranischen Städten ist es den dritten Tag in Folge zu regierungskritischen Demonstrationen gekommen. Vor der Universität von Teheran gab es teilweise gewaltsame Ausschreitungen. In der Hauptstadt verschärfte sich die Lage, nachdem Sicherheitskräfte per Lautsprecher ein Versammlungsverbot verkündet hatten.

In der westiranischen Stadt Dorud sollen Sicherheitskräfte auch scharf geschossen haben. Einem Bericht zufolge hätten mindestens zwei Demonstranten Schusswunden erlitten. Über die Schwere der Verletzungen war zunächst nichts bekannt.

In der Stadt Isfahan setzte die Polizei offenbar Tränengas gegen Demonstranten ein. In Hojed in der Provinz Kerman riefen Demonstranten unter anderem "Nieder mit der Diktatur" und andere Anti-Regierungs-Slogans. Die Proteste richteten sich vielfach auch gegen die iranische Wirtschafts- und Nahostpolitik.

US-Präsident Donald Trump forderte die Führung in Teheran auf, die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren. Trump schrieb über Twitter, es gebe viele Berichte über friedliche Proteste iranischer Bürger, die genug hätten von der Korruption des Regimes und der Verschwendung des Reichtums der Nation für Terrorfinanzierung im Ausland.

In Teheran fanden auch Kundgebungen und Gegendemonstrationen von Anhängern der Regierung statt. Das Staatsfernsehen sendete Aufnahmen von Massenveranstaltungen zur Unterstützung des obersten iranischen Religionsführers Ayatollah Ali Chamenei. Außerdem wurden Anti-israelische-Slogans gezeigt, mit denen unter anderem zur Vernichtung Israels aufgerufen wurde.