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Zwei Tote bei Protesten im Iran

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Zwei Tote bei Protesten im Iran

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Nach mehrtätigen Protesten gegen die Regierung im Iran, scheint die Lage zu eskalieren. Bei Zusammenstößen in der westiranischen Stadt Dorud sind nach Behördenangaben zwei Demonstranten ums Leben gekommen. 

Über ihren Tod war zunächst in den sozialen Netzwerken berichtet worden. Der stellvertretende Gouverneur der Provinz Lorestan bestätigte im Staatsfernsehen ihren Tod, machte jedoch nicht die Polizei dafür verantwortlich, sondern sprach von Hinweisen auf eine Beteiligung der Terrormiliz Islamischer Staat.

Die jüngsten Kundgebungen hatten zunächst als Protest gegen Inflation und Wirtschaftspolitik begonnen, richten sich aber zunehmend gegen die iranische Führung. US-Präsident Donald Trump bekräftigte angesichts der Demonstrationen seine Warnung an die Regierung in Teheran.

Die iranische Führung habe neben dem US-Militär am meisten das eigene Volk zu fürchten, twitterte Trump. 

"Unterdrückerische Regime können nicht ewig bestehen. Der Tag wird kommen, an dem das iranische Volk vor eine Wahl gestellt wird. Die Welt schaut hin!"

Für zusätzliche Eskalation sorgten am Samstag staatlich organisierte Demonstrationen in Teheran und anderen Städten gegen die regimekritischen Versammlungen, an denen Medienangaben zufolge landesweit Tausende teilnahmen.

Wegen der begrenzten Berichterstattung iranischer Medien über die Proteste lassen sich Meldungen und Videos in sozialen Netzwerken nicht unabhängig überprüfen.

Zudem haben die iranischen Behörden in der Nacht zum Sonntag offenbar das Internet teilweise blockiert, das berichten die Korrespondenten mehrerer ausländischer Agenturen und Medien. Es sei ihnen außerdem verboten worden, die Proteste mit dem Handy zu filmen.