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Brandkatastrophe: Putin übt scharfe Kritik

Von Christoph Wiesel mit DPA
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Russlands Präsident Wladimir Putin in Kemerowo
Russlands Präsident Wladimir Putin in Kemerowo   -   Copyright  Sputnik/Alexei Druzhinin/Kremlin via REUTERS
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Russlands Präsident Wladimir Putin ist am Morgen überraschend in die sibirische Stadt Kemerowo gereist. An der Mauer des Einkaufszentrums, das am Sonntag in Flammen aufgegangen war, legte er einen Strauß Rosen nieder - zum Gedenken an die zahlreichen Todesopfer.

In einem Treffen mit Vertretern der örtlichen Behörden übte der Präsident scharfe Kritik an den Sicherheitsmaßnahmen im Shopping-Center:

"Was sich hier bei uns ereignet, sind keine Kampfhandlungen, keine plötzlichen Methangasexplosionen in einem Schacht", sagte Putin. "Menschen kamen hierher ins Einkaufszentrum, um zu entspannen, Kinder. Wir reden über Demografie und verlieren so viele Menschen, und weshalb? Aus verbrecherischer Nachlässigkeit und Schlamperei."

In Kemerowo wurde eine dreitägige Trauer angeordnet. Viele Bewohner der Stadt haben am Brandort Blumen und - in Gedenken an die getöteten Kinder - Spielsachen abgelegt.