Drama im Wallis: 6 Tote nach Nacht im Schneesturm

Drama im Wallis: 6 Tote nach Nacht im Schneesturm
Von Kirsten Ripper mit dpa
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Mindestens sechs Skitourengänger haben die Nacht im Schneesturm nicht überlebt.

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Im Schweizer Wallis hat sich die Zahl der Toten auf sechs erhöht. Eine 52-jährige Bulgarin erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. Sie gehörte zu einer Gruppe von 14 Skitourenfahrern, die in etwa 3.000 Metern Höhe von einem Schneesturm überrascht worden waren. Mindestens sechs Teilnehmer der Skitour überlebten das Unglück im Gebiet Pigne d'Arolla nicht. In der Gruppe waren auch Touristen aus Deutschland und Italien.

Eine Person war gestürzt und bereits tot, als die Bergretter eintrafen. Drei weitere starben an den Folgen der Unterkühlung. Der Hüttenwirt der "Cabanne des Vignettes" hatte am Montagmorgen Alarm geschlagen, weil die Gruppe nicht vor Ort war.

Insgesamt wurden sieben Helikopter mobilisiert. Pascal Gaspoz von Air Glaciers erklärt: "Die Leute waren in zwei Gruppen, nahe beieinander. Sie hatten versucht, sich so gut sie konnten, vor dem Wind zu schützen. Sie waren nur 400 Meter Luftlinie von der Hütte entfernt, aber zu weit weg, als dass man ihre Hilferufe hätte hören können."

Laut der Polizei Wallis hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung des Unglücks eingeleitet.

In dieser Wintersaison waren schon vor dem jüngsten Unglück besonders viele Menschen in den Alpen ums Leben gekommen: 35 in Frankreich und 25 in der Schweiz.

Am Sonntagabend starben auch zwei junge Schweizer Bergsteiger am Mönch, als sie zum Eigerjoch absteigen wollten - zwischen den Kantonen Bern und Wallis.

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