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"Nicht christlich, nicht demokratisch": Ungarns Orban bringt die Menschen auf die Straße

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"Nicht christlich, nicht demokratisch": Ungarns Orban bringt die Menschen auf die Straße

"Nicht christlich, nicht demokratisch": Ungarns Orban bringt die Menschen auf die Straße
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REUTERS/Lisi Niesner
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Ungarn nach der Parlamentswahl, Ungarn vor der Ernennung des Ministerpräsidenten: Viktor Orban wird weiter an der Spitze der Regierung stehen, seine Wahl am Donnerstag ist wohl nur noch Formsache.

Während der rechtskonservative Orban viel Unterstützung auf dem Land erfährt, sind viele Menschen in der Hauptstadt Budapest unzufrieden. Sie protestieren seit Monaten gegen Orban, für Europa, Demokratie und Freiheitsrechte. Auch am Dienstag demonstrierten sie in Budapest.

Tausende waren gekommen, sie glauben nicht an Orbans Versprechen, eine christdemokratische Politik machen zu wollen. Die Gängelung der Presse, die Justiz, die an die Leinen genommen wird, das Aushängeschild George Soros, dessen liberales Gedankengut verbreitende Privatuniversität Orban lieber gestern als morgen schließen will: Für die Demonstranten ist das weder christlich, noch demokratisch, wie es Balazs Gulyas, einer der Organisatoren der Proteste, beschreibt.

Orbans dritte Amtszeit bringt wohl keine Änderung des Kurses. Vielleicht war es also Resignation, vielleicht aber auch nur der Regen, der dazu geführt hat, dass am Dienstag weniger Menschen protestierten als noch im April.