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Terror-Attacke: Messerangreifer von Lüttich entreißt Polizeiwaffe und erschießt 3 Menschen

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Terror-Attacke: Messerangreifer von Lüttich entreißt Polizeiwaffe und erschießt 3 Menschen

Terror-Attacke: Messerangreifer von Lüttich entreißt Polizeiwaffe und erschießt 3 Menschen
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MICHEL WILMET/via REUTERS
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In Lüttich - frz. Liège - in Belgien hat ein Angreifer am Morgen zwei Polizisten und einen jungen Mann, der in einem Auto saß, erschossen. Das hat der Staatsanwalt von Lüttich, Philippe Dulieu, auf einer Pressekonferenz bestätigt. Zunächst hatte der Mann mit einem Messer zwei Polizisten attackiert und in den Rücken gestochen. Dann entriess er einem angegriffenen Polizisten die Dienstwaffe, schoss um sich und floh auf einen Schulhof.

Der Angreifer wurde später erschossen. Insgesamt gab es vier Tote - und auch mindestens zwei Verletzte. Der Angreifer hat mit der Polizeiwaffe offenbar versucht, die ihn verfolgenden Sicherheitskräfte abzuwehren. Dabei schoss er auch auf Passanten. Ein 22-Jähriger, der auf dem Beifahrersitz eines geparkten Autos saß, wurde durch Schüsse des Angreifers getötet.

Der Angriff wurde von der belgischen Justiz als Terrorangriff eingestuft, Anti-Terror-Ermittler haben die Untersuchungen übernommen.

Die Schießerei fand um 10 Uhr 30 an diesem Dienstagmorgen am Boulevard Avroy in Lüttich und auf einem Schulhof statt.

Auf dem Schulhof des Atheneum Leonie de Waha hat der Angreifer eine Frau, die dort arbeitet, als Geisel genommen. Die Schulkinder wurden evakuiert und in andere Schulen gebracht, wo ihre Eltern sie abholen konnten.

In einer ersten Reaktion hat der belgische Premierminister Charles Michel erklärt, dass seine Regierung einen Krisenstab zu dem "schweren Zwischenfall" eingerichtet hat. Er selbst wollte sich mit dem Krisenstab beraten und weitere Informationen erst bekannt geben, wenn sie bestätigt seien. Der Regierungschef versprach den Familien der Opfer der Schießerei von Lüttich seine Unterstützung.

Danach wurde der Angreifer - laut dem belgischen Fernsehsender RTBF - von der Polizei "neutralisiert".

Das Viertel, in dem der Angriff stattfand, blieb auch Stunden später abgeriegelt.

Hier ist die Szene zu sehen, und die Schüsse sind zu hören.

euronews berichtet weiter über das Geschehen.