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Nipah-Ausbruch in Indien: Arbeitnehmer unter Druck

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Von Euronews mit Reuters/dpa
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Das gefährliche Virus ist zwar nur in einem Teil des Landes ausgebrochen, aber die Sorge wirkt weit über die Grenzen Indiens hinaus.

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Im indischen Bundesstaat Kerala macht ein Virus der Bevölkerung Sorgen. Mehr als ein Dutzend Menschen sind seit Mitte Mai schon an den Folgen der Infektion mit Nipah gestorben, mehr als 2.000 sollen sich in Quarantäne befinden.

Das Virus wird von Flughunden auf Früchte übertragen und von da aus auf Menschen. Bisher scheint es sich zwar nur lokal zu verbreiten, dennoch gibt es auch außerhalb Keralas Bedenken. Saudi-Arabien hat den Import von Früchten aus der Region verboten.

Auch eine Ansteckung von Tier zu Mensch und von Mensch zu Mensch ist möglich. Das indische Zentrum zur Kontrolle von Krankheiten berichtet von zumindest einem Fall, bei dem das Virus von einem Toten bei einer Beerdigungszeremonie auf andere Personen übertragen wurde.

Das schürt Angst auch in anderen Landesteilen Indiens. Die Zeitung Hindustan Times berichtet, dass Arbeitnehmer in anderen Indiens Landesteilen nicht an ihre Arbeitsplätze zurückkehren dürfen, wenn sie sich kürzlich in Kerala aufgehalten haben. Als Reaktion darauf habe der Staat die Arbeitgeber aufgerufen, die Angestellten nicht zu diskriminieren.

Das Nipah-Virus kann eine Reihe von Symptomen wie Fieber und Kurzatmigkeit hervorrufen und in einer gefährlichen Hirnhautentzündung gipfeln. Eine spezifische Therapie gibt es nicht, behandelt werden können nur die Symptome.

Die Sterblichkeitsrate bei bisherigen Ausbrüchen – alle in Asien – lag laut WHO zwischen neun und 100 Prozent. Erstmals nachgewiesen wurde das Nipah-Virus 1998 in Kampung Sungai Nipah, Malaysia, nachgewiesen.

Weitere Quellen • Hindustan Times/WHO/NCDC/NCBI

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