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Trump im Sun-Interview: Handelsabkommen mit den USA könnte tot sein

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Trump im Sun-Interview: Handelsabkommen mit den USA könnte tot sein

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Der US Präsident Donald Trump äußerte sich gestern im Interview mit der britischen Zeitung Sun abwertend zu den Brexit-Plänen von Theresa May.

Die Premierministerin erfuhr erst während des gestrigen Gala-Dinners in London von den Äußerungen des US-Präsidenten. Demnach sei ein Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannen gefährdet und werde wahrscheinlich nicht stattfinden, so Trump.

Die Worte des US-Präsidenten zum Handelsabkommen und den Brexit waren für May ein harter Schlag.

Wenn May weiterhin in Richtung eines weichen Brexits hinarbeitete, werden die USA mit der EU, statt mit dem Vereinten Königreich zusammenarbeiten und es sei sehr wahrscheinlich, dass das Abkommen zwischen den USA und Großbritannien somit wahrscheinlich tot sei.

Die USA haben bereits genug Schwierigkeiten mit der EU, so Trump. Im Moment gehen die USA gegen die EU hart vor, weil sie den USA in Handelsfragen gegenüber nicht fair gewesen sei. Mit diesem Schritt würde Großbritannien ein großes Handelsabkommen mit den USA beenden.

Die Worte des US-Präsidenten kommen für die Premierministerin zu einem äußerst schwierigen Zeitpunkt in ihrer Amtszeit. Letzten Freitag ging Theresa May noch davon aus, dass es endlich zu einem Abkommen kommen werde.

Dann folgten am Montag die Schock-Rücktritte von Brexit-Minister David Davis und Außenminister Boris Johnson, die die Regierung von May verkraften musste.

Am schlimmsten treffen die britische Regierung allerdings die Äußerungen von Donald Trump, in denen er Boris Johnson lobt und betont, dass dieser einen guten Premierminister abgeben würde.

Johnson sei talentiert und habe die richtige Einstellung, um einen großartigen Premierminister abzugeben, so der US-Präsident.