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Ausgedruckt: US-Gericht stoppt Veröffentlichung von 3D-Druckdaten für Waffen

Ausgedruckt: US-Gericht stoppt Veröffentlichung von 3D-Druckdaten für Waffen
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In letzter Minute hat ein US-Gericht die Veröffentlichung von 3D-Druckdaten für Waffen gestoppt.

Der US-Bundesstaat Washington erließ eine einstweilige Verfügung gegen eine Organisation namens Defense Distributed. Sie wollte am Mittwoch Druckdateien Netz stellen, mit denen sich eine Waffe am 3D-Drucker herstellen lässt.

Dies verhinderte Generalstaatsanwalt Bob Ferguson per Eilverfahren: "Wir hatten eine landesweite einstweilige Verfügung beantragt, die die unsägliche Entscheidung der Bundesregierung, downloadbare Waffenpläne für 3D-Drucker zugänglich zu machen stoppt. Und das Gericht hat dem stattgegeben."

Darüber hinaus erhob Ferguson Klage gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump.

Präsident Donald Trump hatte der Veröffentlichung der Druckdateien zugestimmt, twitterte inzwischen aber:

"Ich prüfe derzeit den öffentlichen Verkauf von 3-D Plastikwaffen. Hab' mit der NRA gesprochen, scheint mir nicht sinnvoll!"

Kurz vor der Gerichtsentscheidung sagte die Außenamtssprecherin Heather Nauert: "Am Ende geht es um häusliche Gewalt und die Kontrolle von privatem Waffenbesitz. Das geht nicht nur den Kongress etwas an, sondern auch die Polizei. Da wird es viele Gespräche geben."

Hinter Defense Distributed steht ein Mann namens Cody Wilson. Bereits 2013 hatte er die Waffenpläne im Netz veröffentlicht, war aber umgehend von der damaligen Regierung von Barack Obama gestoppt worden.

Die ausdruckbare Waffe "Liberator`" ist eine einschüssige Pistole, die mangels Seriennummer nicht zurückverfolgt und von Metalldetektoren kaum erkannt werden kann.