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Türkische Lira: Risiko für europäische Banken?

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Von Euronews
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Türkische Lira: Risiko für europäische Banken?

Der rasante Fall der türkischen Lira bereitet nicht nur der Regierung Sorgen, sondern auch Haushalten und Investoren. Viele Unternehmen haben Kredite in Euro und Dollar aufgenommen. Der Wertverlust der Lira bedeutet, dass sie nun mehr zurückzahlen müssen.

"Insgesamt sind das keine Summen, die zu einer Rezession oder zu einer neuen Bankenkrise in Europa führen könnten."

Carsten Brzeski Chefvolkswirt ING-DIBA

Risiko für südeuropäische Banken

Die Krise könnte auch Banken gefährlich werden, die Kredite in der Türkei vergeben haben. Vor allem spanische, französische und britische Geldhäuser sind betroffen. Experten sehen zwar ein Risiko für einzelne Institute. Dass die Krise auf die europäische Wirtschaft übergreift scheint aber unwahrscheinlich.

Das erklärt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DIBA.

"Die Summen sind nicht groß genug, um die europäische Wirtschaft anzustecken. Wir haben einige südeuropäische Banken mit relativ hohem Risiko. Natürlich gibt es auch den Handel mit der Türkei, es gibt Investitionen aus Deutschland in der Türkei. Aber insgesamt sind das keine Summen, die zu einer Rezession oder zu einer neuen Bankenkrise in Europa führen könnte."

Ein Drittel Wertverlust

Eine Entspannung des Konflikts ist vorerst nicht in Sicht. Erdogan spricht von einem Wirtschaftskrieg gegen sein Land.

Die Währung hat seit Jahresbeginn rund ein Drittel an Wert gegenüber dem Dollar eingebüßt.

Erdogans Einflussnahme auf die Zentralbank, mit der er die Zinsen trotz Inflation niedrig hält gehören genauso zu den Gründen wie der Streit mit den USA, der kürzlich zu einer Verdopplung der Zölle auf Stahl und Alumnium führte.