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Genua: Ermittler untersuchen Einsturzursache

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Genua: Ermittler untersuchen Einsturzursache

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Aufnahmen einer Überwachungskamera, die in der Straße unterhalb des Bauwerks angebracht ist, zeigen den Einsturz der Autobahnbrücke im italienischen Genua.

Da die noch stehenden Abschnitte der Brücke verdächtige Geräusche von sich geben, wurden die in der Nähe eingesetzten Feuerwehrleute vorerst abgezogen. Mehr als 500 Menschen hatten ihre Häuser unterhalb der Brücke nach dem Einsturz verlassen müssen.

Wie es am vergangenen Dienstag zu dem Unglück kommen konnte, bei dem mindestens 43 Menschen ums Leben kamen, wird derzeit von einer Ermittlungsgruppe untersucht, die von der Regierung eingesetzt wurde.

Roberto Ferrazza, Mitglied der Kommission, sagt zum bisherigen Erkenntnisstand in Sachen Einsturzursache:

„Wir sind der Meinung, dass es eine Kombination mehrerer Faktoren ist: Alterndes Material, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Vergleich zu den Schätzungen während des Baus und Luftverschmutzung. Die Brücke hat sich erst verbogen und ist dann eingestürzt, deshalb haben wir Bauteile gefunden, die auf einer Seite verbogen sind."

Italienische Medien zitieren aus einem Prüfbericht, in dem von verrosteten Spannseilen die Rede ist. Der Bericht wurde im Februar vorgelegt. Der Ingenieur der Brücke wies schon 1979 auf mögliche langfristige Schäden durch Abgase und Meeresluft hin.