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Twitterkrieg: Innenminister gegen Anti-Mafia Autor

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177 Flüchtlinge harren seit zwei Tagen auf dem italienischen Küstenwachschiff «Diciotti» im Hafen von Catania in Sizilien aus. Italien hatte Brüssel am Sonntag aufgefordert, EU-Länder zu finden, die bereit sind, Migranten zu übernehmen. Erst dann will Innenminister Matteo Salvini die Menschen an Land gehen lassen.

Zwischen dem bekannten italienischen Anti-Mafia Journalisten Roberto Saviano und Innenminister Matteo Salvini ist darüber ein "Twitterkrieg" entbrannt.

Saviano schrieb: "Mafia-Ministerium, heute nutzt die Welle der Zustimmung aus. Aber diese Welle könnte euch auch überrollen. Ihr habt auf die Verfassung geschworen, aber ihr verstoßt gegen sie mit dem, was ihr mit der "Diciotti" tut. Dafür könnt ihr ins Gefängnis gehen."

Innenminister Salvini revanchierte sich ebenfalls auf Twitter: **_"Der Sommer geht zu Ende und Savianos schlechte Witze sind wieder da. Habt ihr ihn vermisst? Ich nicht".

Saviano ist ein lautstarker Kritiker des Rechtspopulisten Salvini. Der hatte dem unter Polizeischutz lebenden Autor den Entzug des Personenschutzes angedroht. Daraufhin nannte Saviano ihn "Minister der Unterwelt".

Die römische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Saviano wegen Verleumdung eingeleitet, nachdem sich der Innenminister offiziell beschwert hatte. Salvini sagte: "Kritik ist eine Sache, mich einen Mafioso zu nenne eine andere."