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Bolton bei Unabhängigkeitsfeier in Kiew

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Bolton bei Unabhängigkeitsfeier in Kiew

Generalprobe: US-Streitkräfte marschieren mit ukrainischen Soldaten
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REUTERS/Valentyn Ogirenko
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Die Ukraine feiert an diesem Freitag ihren 27. Jahrestag der Unabhängigkeit nach dem Zerfall der Sowjetunion.

Zu den Feierlichkeiten mit Militärparade hat sich auch John Bolton angekündigt, der Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump. Russland verfolgt Boltons Besuch in Kiew mit Argwohn.

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland ist angespannt. Die Sicherheitsberater beider Länder hatten sich am Donnerstag in Genf getroffen und betont, ihre Beziehungen verbessern zu wollen.

Bolton warnte Moskau allerdings auch eindringlich davor, auf die US-Kongresswahlen im November Einfluss zu nehmen: "Ich habe klar gesagt, dass wir Einmischungen in die Wahlen 2018 nicht tolerieren werden und dass wir darauf vorbereitet sind, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, damit das nicht passiert."

Bolton wird sich in Kiew auch mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko treffen.

Für weiteren Zündstoff in den russisch-amerikanischen Beziehungen sorgt die Inhaftierung des ukrainischen Regisseurs Oleg Senzow, der von Russland der Planung von Terrorakten beschuldigt wird. Die EU und die USA verurteilen Russlands Vorgehen gegen den Regisseur. Seit über drei Monaten befindet sich Senzow im Hungerstreik, er fordert die Freilassung inhaftierter ukrainischer Politaktivisten.

Die russische Annexion der Krim im Jahr 2014 hat zu einem noch immer andauernden Konflikt zwischen Kiew und Moskau geführt. Besonders betroffen ist der Osten der Ukraine. Der Konflikt forderte bis heute 10.000 Todesopfer. Weiterhin sterben dort Menschen in den Gefechten zwischen Soldaten und Separatisten.