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Vor Protesttag: Kremlkritiker Nawalny muss 30 Tage in Haft

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Vor Protesttag: Kremlkritiker Nawalny muss 30 Tage in Haft

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In Russland muss Kremlkritiker Alexej Nawalny erneut ins Gefängnis. Ein Moskauer Gericht verurteilte ihn zu 30 Tagen Haft. Grund sei Nawalnys Teilnahme an regierungskritischen Protesten im Januar.

Der Oppositionelle war am Samstag vor seinem Haus in Moskau festgenommen worden. Wenige Stunden zuvor hatte er für den 9. September zu Demonstrationen gegen eine im Land unpopuläre Rentenreform aufgerufen. Sie sieht eine deutliche Erhöhung des Rentenalters vor.

Nawalnys Anhänger sagen, Moskau habe ihn bewusst kurz vor dem Protesttag aus dem Verkehr gezogen. Über Twitter rief der Blogger und Politiker dazu auf, weiter für diese Kundgebungen zu werben. Die Staatsmacht solle nicht denken, dass der Arrest für ihn etwas ändere.

Die russischen Behörden haben Nawalny in den vergangenen Jahren immer wieder zu Arreststrafen verurteilt. Er war erst Mitte Juni nach einer 30-tägigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden.